Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertberichtigungen betrugen zum Bilanzstichtag 11.836 Mio. € (Vorjahr: 8.582 Mio. €). Der Anstieg ist auf das erworbene Monsanto-Geschäft zurückzuführen. Signifikante Konzentrationen finden sich in diesen Regionen bzw. Ländern:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

 

2017

 

2018

 

 

in Mio. €

 

in Mio. €

Nordamerika

 

1.379

 

3.248

davon USA

 

1.291

 

3.066

EMEA

 

3.488

 

3.764

davon Deutschland

 

1.365

 

1.202

Asien / Pazifik

 

1.648

 

2.054

Lateinamerika

 

2.492

 

3.413

davon Brasilien

 

1.668

 

1.952

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vor Wertberichtigung)

 

9.007

 

12.479

Kumulierte Wertberichtigungen

 

−425

 

−643

Buchwert 31.12.

 

8.582

 

11.836

davon langfristig

 

97

 

665

Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielten Forderungen in Höhe von 540 Mio. € aus der Auslizenzierung von Nutzungsrechten an Technologien an einen Kunden, die mit der Akquisition von Monsanto erworben wurden. Darüber hinaus existieren keine wesentlichen Konzentrationen mit einzelnen Kunden.

Die Bruttowerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilen sich dabei wie folgt auf:

Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen – Bruttobuchwerte

 

 

Nicht einzel­wertbe­richtigte Forde­rungen (vereinfach­ter Ansatz)

 

Einzel­wertbe­richtigte Forde­rungen

 

Gesamt

 

 

in Mio. €

 

in Mio. €

 

in Mio. €

Bruttobuchwerte zum 01.01.2018

 

8.209

 

798

 

9.007

Veränderung aus in der Berichtsperiode erfassten oder ausgebuchten Forderungen

 

−1.714

 

−535

 

−2.249

Umgliederung in einzelwertberichtigte Forderungen

 

−367

 

367

 

Sonstige Veränderungen;

 

 

 

 

 

 

aus Akquisitionen / Desinvestitionen

 

6.015

 

16

 

6.031

aus Währungsänderungen

 

−276

 

−34

 

−310

Bruttobuchwerte zum 31.12.2018

 

11.867

 

612

 

12.479

Die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Wertberichtigungen

 

 

Erwartete Wertminde­rungen (vereinfachter Ansatz)

 

Einzel­wert­berichti­gungen

 

Gesamt

 

 

in Mio. €

 

in Mio. €

 

in Mio. €

Kumulierte Wertberichtigungen zum 01.01.2018

 

113

 

405

 

518

Veränderungen durch in der Berichtsperiode erfasste oder ausgebuchte Forderungen und Erhöhungen / Reduzierungen bereits erfasster Wertminderungen und Einzelwertberichtigungen

 

23

 

78

 

101

Ausbuchungen von uneinbringlichen Forderungen

 

 

 

−27

 

−27

Umgliederungen in Einzelwertberichtigungen

 

−106

 

106

 

Sonstige Veränderungen:

 

 

 

 

 

 

aus Akquisitionen / Desinvestitionen

 

101

 

16

 

117

aus Währungsänderungen

 

−19

 

−47

 

−66

Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12.2018

 

112

 

531

 

643

Die Forderungen gegenüber staatlichen Institutionen des Gesundheitswesens, insbesondere in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien, stehen aufgrund der Staatsschuldenkrise unter besonderer Beobachtung. Auch wenn bei diesen Forderungen in den Jahren 2018 und 2017 keine wesentlichen Zahlungsausfälle eingetreten sind, könnte die weitere Entwicklung in diesen Ländern dazu führen, dass Zahlungen nicht fristgerecht geleistet werden oder teilweise ausfallen. Dies könnte zur Folge haben, dass Wertberichtigungen im Rahmen einer Neubewertung aufgrund neuer Ereignisse zu erfassen wären, die über der bisher bilanzierten Vorsorge liegen. Gegenüber staatlichen Institutionen des Gesundheitswesens bestanden in den oben angegebenen Ländern am Jahresende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 103 Mio. € (Vorjahr: 102 Mio. €).

Für die Segmente Pharmaceuticals, Consumer Health und Animal Health besteht im Rahmen eines globalen Kreditversicherungsprogramms durch eine sogenannte „Excess of Loss-Policy“ eine Absicherung. Über 80 % der Forderungen dieser Segmente sind bis zu einer maximalen jährlichen Entschädigungszahlung in Höhe von 150 Mio. € (Vorjahr: 150 Mio. €) abgesichert. Für das Segment Crop Science (ohne das neu erworbene Monsanto-Geschäft) besteht ebenfalls eine globale „Excess of Loss-Policy“. In diesem globalen Kreditversicherungsprogramm sind über 80 % der Forderungen bis zu einer maximalen jährlichen Entschädigungszahlung in Höhe von 300 Mio. € (Vorjahr: 300 Mio. €) abgesichert. Für das neu erworbene Monsanto-Geschäft bestehen in einzelnen Ländern lokale Kreditversicherungsverträge.

Daneben waren Forderungen durch Anzahlungen, Akkreditive, Bürgschaften und Garantien sowie Pfandrechte auf Grundstücke, Gebäude und Ernteerträge in Höhe von 992 Mio. € (Vorjahr: 696 Mio. €) besichert.

Vergleich zum Vorjahr