Steuern

Die Steueraufwendungen gliederten sich nach ihrer Herkunft wie folgt:

Steueraufwendungen nach Herkunft

 

 

2017

 

2018

 

 

 

 

davon Ertragsteuern

 

 

 

davon Ertragsteuern

 

 

in Mio. €

 

in Mio. €

 

in Mio. €

 

in Mio. €

Gezahlte bzw. geschuldete Steuern

 

 

 

 

 

 

 

 

Laufende Ertragsteuern

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

−794

 

−794

 

−1.210

 

−1.210

Übrige Länder

 

−737

 

−737

 

−1.329

 

−1.329

Sonstige Steuern

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

−87

 

 

 

−75

 

 

Übrige Länder

 

−118

 

 

 

−162

 

 

 

 

−1.736

 

−1.531

 

−2.776

 

−2.539

Latente Steuern

 

 

 

 

 

 

 

 

aus temporären Unterschieden

 

70

 

70

 

2.058

 

2.058

aus Verlust- und Zinsvorträgen sowie Steuergutschriften

 

132

 

132

 

−126

 

−126

 

 

202

 

202

 

1.932

 

1.932

Gesamt

 

−1.534

 

−1.329

 

−844

 

−607

Die sonstigen Steuern enthalten im Wesentlichen Steuern auf Grundstücke, Kraftfahrzeuge sowie andere indirekte Steuern und werden in den jeweiligen Funktionskosten erfasst.

Die latenten Steuerabgrenzungen resultierten aus den folgenden Bilanzpositionen:

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten

 

 

31.12.2017

 

31.12.2018

 

 

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

 

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

Immaterielle Vermögenswerte

 

799

1.469

 

860

6.995

Sachanlagen

 

79

323

 

451

882

Finanzielle Vermögenswerte

 

204

81

 

158

193

Vorräte

 

1.117

15

 

1.405

214

Forderungen

 

60

464

 

154

568

Sonstige Vermögenswerte

 

39

2

 

177

176

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

 

2.520

367

 

2.792

408

Andere Rückstellungen

 

610

64

 

1.580

54

Verbindlichkeiten

 

534

101

 

831

285

Verlust- und Zinsvorträge

 

486

 

540

Steuergutschriften

 

200

 

483

 

 

6.648

2.886

 

9.431

9.775

davon langfristig

 

5.194

2.214

 

7.159

8.715

Saldierung

 

−1.733

−1.733

 

−5.154

−5.154

Gesamt

 

4.915

1.153

 

4.278

4.621

Die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge führte im Jahr 2018 zu einer Minderung der laufenden Ertragsteuern um 157 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €). Durch die Berücksichtigung von Steuergutschriften konnten die laufenden Ertragsteuern um 78 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €) reduziert werden.

Von den gesamten Verlust- und Zinsvorträgen in Höhe von 8.677 Mio. €, davon Zinsvorträge 174 Mio. € (Vorjahr: 6.443 Mio. €, davon Zinsvorträge 148 Mio. €), können voraussichtlich Beträge von 4.254 Mio. €, davon Zinsvorträge 0 Mio. € (Vorjahr: 2.890 Mio. €, davon Zinsvorträge 1 Mio. €), innerhalb eines angemessenen Zeitraums genutzt werden. Der Anstieg der Verlust- und Zinsvorträge resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme von Verlustvorträgen von Monsanto sowie Wertminderungen. Auf die voraussichtlich nutzbaren Verlust- und Zinsvorträge wurden aktive latente Steuern in Höhe von 540 Mio. € (Vorjahr: 486 Mio. €) gebildet.

Für Verlust- und Zinsvorträge in Höhe von 4.422 Mio. €, davon Zinsvorträge 174 Mio. € (Vorjahr: 3.553 Mio. €, davon Zinsvorträge 147 Mio. €), bestanden gesetzliche oder wirtschaftliche Einschränkungen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit. Deshalb wurden hierfür keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Wäre eine Nutzbarkeit der Verlust- und Zinsvorträge in voller Höhe möglich, hätten theoretisch aktive latente Steuern in Höhe von 378 Mio. € (Vorjahr: 351 Mio. €) angesetzt werden müssen.

Steuergutschriften in Höhe von 509 Mio. € (Vorjahr: 200 Mio. €) wurden als aktive latente Steuern ausgewiesen. Der Anstieg in den Steuergutschriften ist im Wesentlichen auf den Erwerb von Monsanto zurückzuführen. Für Steuergutschriften in Höhe von 32 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €) bestanden gesetzliche oder wirtschaftliche Einschränkungen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit, weshalb hierfür keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden.

Verfallbarkeit nicht nutzbarer Steuergutschriften, steuerlicher Verlust- und Zinsvorträge

 

 

Steuergutschriften

 

Steuerliche Verlust- und Zinsvorträge

 

 

31.12.2017

31.12.2018

 

31.12.2017

31.12.2018

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

Innerhalb von 1 Jahr

 

4

1

 

17

22

Innerhalb von 2 Jahren

 

1

 

15

105

Innerhalb von 3 Jahren

 

2

 

114

222

Innerhalb von 4 Jahren

 

1

2

 

28

91

Innerhalb von 5 Jahren

 

19

 

70

69

Später

 

4

26

 

3.309

3.913

Gesamt

 

28

32

 

3.553

4.422

Im Jahr 2018 bestanden in Tochtergesellschaften, die im abgelaufenen Jahr oder im Vorjahr Verluste erwirtschafteten, latente Steuerforderungsüberhänge aus temporären Differenzen und aus Verlustvorträgen in Höhe von 1.487 Mio. € (Vorjahr: 2.303 Mio. €). Diese wurden als werthaltig angesehen, da für diese Gesellschaften zukünftig von steuerlichen Gewinnen ausgegangen wird.

Auf geplante Dividendenausschüttungen von Tochterunternehmen wurden im Berichtsjahr 44 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €) passive latente Steuern angesetzt. Für Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen in Höhe von 15.827 Mio. € (Vorjahr: 18.272 Mio. €) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand (2018: −52 Mio. €; Vorjahr: −246 Mio. €) sowie dem erwarteten und dem effektiven Steuersatz im Konzern stellten sich wie folgt dar:

Steuerüberleitungsrechnung

 

 

2017

 

2018

 

 

in Mio. €

in %

 

in Mio. €

in %

1

Der erwartete Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung eines gewichteten erwarteten Durchschnittssteuersatzes auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns. Dieser Durchschnittssatz wurde aus den erwarteten Steuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften ermittelt.

Erwarteter Steueraufwand1 und erwarteter Steuersatz

 

1.083

23,7

 

555

23,9

 

 

 

 

 

 

 

Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge

 

 

 

 

 

 

Mit dem operativen Geschäft verbundene Erträge

 

−135

−3,0

 

−216

−9,3

Beteiligungserträge und Veräußerungserlöse

 

−16

−0,3

 

−164

−7,1

 

 

 

 

 

 

 

Erstmaliger Ansatz bisher nicht angesetzter aktiver latenter Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge

 

−31

−0,7

 

−58

−2,5

Nutzung von Verlust- und Zinsvorträgen, auf die zuvor keine latenten Steuern gebildet worden sind

 

−4

−0,1

 

−11

−0,5

 

 

 

 

 

 

 

Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen

 

 

 

 

 

 

Mit dem operativen Geschäft verbundene Aufwendungen

 

168

3,7

 

215

9,3

Abschreibungen auf Beteiligungen

 

 

14

0,6

 

 

 

 

 

 

 

Voraussichtlich nicht nutzbare neue Verlust- und Zinsvorträge

 

69

1,5

 

64

2,8

Voraussichtlich nicht nutzbare bereits bestehende Verlust- und Zinsvorträge, auf die zuvor latente Steuern gebildet worden sind

 

1

 

76

3,3

Periodenfremde Steueraufwendungen (+) und -erträge (–)

 

−128

−2,8

 

−42

−1,8

Steuereffekt aus Steuersatzänderungen

 

384

8,4

 

−208

−9,0

Sonstige Steuereffekte

 

−62

−1,4

 

382

16,5

 

 

 

 

 

 

 

Ausgewiesener Steueraufwand und effektiver Steuersatz

 

1.329

29,0

 

607

26,2

Der ausgewiesene Steueraufwand beinhaltet einen Einmaleffekt in Höhe von 175 Mio. € aufgrund der Integration von Monsanto in die gesellschaftsrechtlichen Strukturen von Bayer sowie 140 Mio. € resultierend aus der Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert von Consumer Health. Im Steueraufwand des Vorjahrs waren Einmaleffekte im Zusammenhang mit der US-Steuerreform in Höhe von 455 Mio. € enthalten (409 Mio. € aus Steuersatzänderung; 46 Mio. € periodenfremde Steueraufwendungen).

Vergleich zum Vorjahr