Vergütung des Vorstands

Zielsetzung

Das Vergütungssystem für den Vorstand der Bayer AG gilt in der durch die ordentliche Hauptversammlung am 29. April 2016 mit großer Mehrheit (81,1 %) gebilligten Fassung. Es orientiert sich an der Unternehmensstrategie und zielt auf eine erfolgsorientierte und nachhaltige Unternehmensführung sowie eine angemessene Struktur und Höhe der Vergütung. Das Vergütungssystem für den Vorstand entspricht ganz überwiegend dem System für sämtliche außertariflich vergüteten Führungskräfte.

Bei der Ausgestaltung der Vorstandsvergütung kommt es neben der absoluten Höhe sowie angemessenen und klaren Begrenzungen auch auf einen ausgewogenen Mix zwischen Festeinkommen sowie kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteilen an. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie der Leitlinie für eine nachhaltige Vorstandsvergütung ist der variable Teil der Zielvergütung bei Bayer überwiegend langfristig ausgerichtet. Die Festvergütung entspricht etwa 30 % der Zielvergütung, der jährliche Zielbonus liegt ebenfalls etwa bei 30 % und der vierjährige Langfrist-Bonus entspricht etwa 40 % der Zielvergütung.

Die Vergütung des Vorstands wird jährlich überprüft und in der Regel in Höhe des Verbraucherpreis-Indexes für Deutschland erhöht. Sofern der Aufsichtsrat einen darüber hinausgehenden Anpassungsbedarf feststellt, wird dieser mit Hintergrundinformationen im Personalausschuss ausführlich erläutert und dort eine entsprechende Beschlussempfehlung für den Aufsichtsrat vorbereitet. Vergleichsmaßstab für die Überprüfung der Vergütung, bei der ein unabhängiger externer Berater herangezogen wird, sind die Unternehmen im DAX 30 ohne die Finanzdienstleister. Hierbei werden alle in der Ziffer 4.2.2 des DCGK empfohlenen Beurteilungskriterien berücksichtigt. Der Aufsichtsrat entscheidet dann im Plenum über die vorgeschlagene Anpassung.

Im Folgenden wird ein Überblick über das Vergütungssystem des Vorstands gegeben:

Vergütungspolitik für den Vorstand 2018

 

 

Zielsetzung

 

Bemessung

Feste Vergütung

 

 

 

Die Höhe der Festvergütung spiegelt die Rolle im Vorstand, die Erfahrung, den zu tragenden Verantwortungsbereich sowie die Marktverhältnisse wider.

Sachbezüge und sonstige Leistungen

 

 

 

Als Nebenleistungen werden Dienstwagen inkl. Fahrer bereitgestellt sowie die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, diverse Versicherungen und Sicherungseinrichtungen am privaten Wohnhaus übernommen. Des Weiteren sind Ausgleichszahlungen an neue Vorstände für bei ehemaligen Arbeitgebern zugesagte variable Vergütungen enthalten, die durch den Wechsel zu Bayer verfallen.

Kurzfristige variable Barvergütung (Short Term Incentive (STI)) = Jahresbonus

 

Der Jahresbonus unterstützt profitables Wachstum und basiert auf der Zielerreichung gegenüber budgetierten Zielsetzungen der Segmente und des Konzerns.

 

1. Wpb. Umsatzwachstum & EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen der Segmente
2. Core EPS

Darüber hinaus werden mit jedem Vorstand persönliche Ziele vereinbart. Die Zielerfüllung und der persönliche Beitrag zur Erreichung der Konzernziele kann den individuellen Auszahlungsbetrag positiv wie negativ beeinflussen.

Eingriffsmöglichkeiten des Aufsichtsrats in den Jahresbonus sowie Malus und Clawback

 

Gewährleistung einer relativen Angemessenheit zwischen den Vorstandsmitgliedern

 

Der Aufsichtsrat behält sich im Rahmen seines Ermessensspielraums vor, in die Höhe des einjährigen Bonus einzugreifen, wenn er zu einer abweichenden Einschätzung der Beurteilung des Vorstands gelangt. Unabhängig davon besteht bei schadenstiftendem pflichtwidrigen Verhalten von Vorstandsmitgliedern auf gesetzlicher Grundlage die Möglichkeit zu einer Kürzung von Auszahlungen bzw. einem Rückgriff. Es ist vorgesehen, dies künftig zusätzlich vertraglich zu regeln.

Langfristige aktienbasierte Barvergütung Aspire 2.0 (Long Term Incentive (LTI))

 

Der vierjährige Bonus unterstützt die nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens.

 

Virtuelles Aktienprogramm: Die Auszahlung nach 4 Jahren ergibt sich aus absoluter Wertsteigerung und Dividenden der Bayer-Aktie sowie deren relativer Performance zum EURO STOXX 50. Die Auszahlung erfolgt automatisch nach 4 Jahren.

Auszahlungsbegrenzung (Caps)

 

Vermeidung von unkontrolliert hohen Auszahlungen

 

Es bestehen Caps für die beiden variablen Vergütungselemente. Daneben gibt es zusätzlich eine gesamte Auszahlbegrenzung bezogen auf die drei Barvergütungselemente:

STI:
Zielwert = 100 % der Festvergütung
Cap = 200 % des Zielwertes

LTI:
Zielwert = 150 % der Festvergütung, multipliziert mit dem persönlichen STI-Auszahlungsfaktor für das zurückliegende Geschäftsjahr
Cap = 250 % des Zielwertes

Das Gesamt-Cap für die Auszahlung von Barvergütungsbestandteilen beträgt das 1,8-Fache der Ziel-Barvergütung (Festvergütung + STI + LTI). Bei der Ermittlung wird dabei der LTI-Zielwert mit 150 % der Festvergütung angesetzt.

Aktienhaltevorschriften (Share Ownership Guidelines)

 

Förderung der nachhaltigen Unternehmensentwicklung und der Identifikation mit dem Unternehmen

 

Die Mitglieder des Vorstands sind vertraglich verpflichtet, innerhalb von vier Jahren ab Erstbestellung Aktien im Gegenwert der Hälfte des LTI-Zielwertes (75 % der Festvergütung) zu erwerben und für die Dauer der Vorstandstätigkeit zu halten.

Alters- und Hinterbliebenenversorgung

 

Bereitstellung von Beiträgen zum Aufbau einer adäquaten Altersversorgung

 

Es werden Firmenbeiträge in Höhe von 42 % bezogen auf die Festvergütung gewährt sowie Eigenbeiträge von den Vorstandsmitgliedern in Höhe von 9 % geleistet. Die Beiträge werden in Rentenbausteine umgewandelt. Die Gesamtleistung ergibt sich aus der Summe der Rentenbausteine.

Vertragsbeendigung

 

Unangemessen hohe Zahlungen sollen vermieden werden.

 

Bei Vertragsbeendigung vor Ablauf der Bestellungsperiode auf Veranlassung des Unternehmens, außer bei Kündigung aus wichtigem Grund, werden die vertraglichen Zusagen bis zum Ausscheidetermin erfüllt, zuzüglich einer eventuellen Abfindung in Höhe von maximal der Vergütung für zwei Jahre, jedoch nicht mehr als bis zum Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit.

Change of Control

 

Sicherstellung der Unabhängigkeit in Übernahmesituationen

 

Absicherungszahlungen in Höhe von 250 % der jährlichen Festvergütung, beschränkt gem. Corporate Governance Kodex auf das niedrigere von (i) dem Wert von 3 Jahresvergütungen und (ii) der Vergütung für die Restlaufzeit des Vertrages

Erfolgsbezogene Komponenten

Kurzfristige variable Barvergütung

Die kurzfristige variable Barvergütung (STI) richtet sich nach dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens im Berichtsjahr. Die Höhe des STI hängt von der Zielerreichung von drei Teilkomponenten ab – der Konzern-, der Divisions- und der individuellen Komponente –, die jeweils zu einem Drittel in die Erfolgsmessung einfließen. Bei der Erfolgsmessung werden dabei sowohl die positiven als auch die negativen Entwicklungen berücksichtigt.

  • Die Konzernkomponente bemisst sich am bereinigten Ergebnis je Aktie (Core EPS) des Konzerns und ist auf 200 % begrenzt.
  • Die Divisionskomponente wird grundsätzlich über den durchschnittlichen Erfolg der Divisionen incentiviert, der für die Vorstandsmitglieder mit funktionaler Verantwortung derzeit anhand folgender Gewichtung ermittelt wird: Pharmaceuticals mit 50 %, Consumer Health mit 20 % und Crop Science mit 30 % (hiervon Crop Science mit einem Anteil von 85 % und Animal Health mit 15 %). Die Vorstandsmitglieder mit divisionaler Verantwortung werden für dieses Drittel zu 100 % mit dem Ergebnis ihrer Division incentiviert. Die Beurteilung der Divisions-Performance ist zu 70 % an die Zielerreichung der finanzwirtschaftlichen Ziele gekoppelt, gemessen an der um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA-Marge und dem Umsatzwachstum der Division. Bei Crop Science wird zusätzlich noch die Cash Flow Performance berücksichtigt. Zu 30 % ist der Erfolg an die Erreichung der qualitativen Ziele gekoppelt, wie den Innovationsfortschritt oder die Erreichung der Ziele für Sicherheit, Compliance und Nachhaltigkeit. Insgesamt ist die Divisionskomponente auf 300 % begrenzt.
  • Die Kriterien für die Zielerreichung in der individuellen Komponente richten sich nach den Aufgaben und den daraus abgeleiteten persönlichen Zielen des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie nach dem individuellen Beitrag zur Erreichung der Konzernziele. Die jährliche Festlegung der individuellen Ziele für die Vorstandsmitglieder sowie die Erfolgsmessung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Die Auszahlung aus der individuellen Komponente ist auf 200 % begrenzt.

Eine Auszahlung des STI erfolgt vollständig in bar im 2. Quartal des Folgejahres.

Komponenten der kurzfristigen variablen Barvergütung (STI)

Komponenten der kurzfristigen variablen Barvergütung (STI) (Organigramm)

Bezogen auf das Geschäftsjahr 2018 wurde für die Konzernkomponente folgender Zielwert zum Core EPS budgetiert bzw. erreicht: Zielwert 5,74 € je Aktie / Zielerreichung 5,94 € je Aktie. Der für 2018 festgelegte Korridor für die Erfolgsmessung bewegte sich zwischen 6,24 € (200 % Auszahlung = Cap) und 5,24 € (Auszahlung aus dieser Komponente = 0). Die Werte wurden aufgrund der Übernahme von Monsanto und der im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalerhöhungen angepasst. Der vorherige Zielwert betrug 6,72 € je Aktie mit einem Korridor von 7,22 € (200 % Auszahlung = Cap) und 6,22 € (Auszahlung aus dieser Komponente = 0).

Die Divisionskomponente besteht zu 70 % aus einem quantitativen Teil und zu 30 % aus einem qualitativen Teil. Für die quantitative Erfolgsmessung der Divisionskomponente werden wpb. Umsatzwachstum und EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen in einer Matrix in zwei Dimensionen zueinander in Relation gesetzt. Zu Auszahlungen über 100 % des Zielwertes kann es u. a. dann kommen, wenn ein Zielwert erreicht und der andere übererfüllt wird oder wenn beide Zielwerte übererfüllt werden:

STI-Auszahlungsmatrices1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

< Zielwert

 

Zielwert

 

> Zielwert

1

Finanzwirtschaftliche Divisionsziele (Gewichtung 70 %)

2

Vor dem Hintergrund der Monsanto-Übernahme wird bei Crop Science das währungsbereinigte Umsatzwachstum herangezogen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PH

 

32,7 %

 

 

33,7 %

 

 

34,7 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CH

 

20,0 %

 

 

21,0 %

 

 

22,0 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CS

 

15,7 %

 

 

17,7 %

 

 

19,7 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AH

 

21,2 %

 

 

22,2 %

 

 

23,2 %

 

 

 

 

PH

 

CH

 

CS

 

AH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umsatz­wachstum (wpb.)2

 

Zielwert

 

2,7 %

 

−1,0 %

 

47,6 %

 

−0,9 %

 

 

0 %

 

 

50 %

 

 

100 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zielwert

 

5,2 %

 

1,5 %

 

52,6 %

 

1,6 %

 

 

50 %

 

 

100 %

 

 

150 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zielwert

 

7,7 %

 

4,0 %

 

57,6 %

 

4,1 %

 

 

100 %

 

 

150 %

 

 

200 %

Bezogen auf das Geschäftsjahr 2018 wurden für die Divisionen die folgenden Zielwerte zum Umsatzwachstum und die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen budgetiert bzw. erreicht.

Pharmaceuticals

  • Wpb. Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr: Zielwert 5,2 % / Zielerreichung 3,4 %
  • EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen: Zielwert 33,7 % / Zielerreichung 33,4 %

Consumer Health

  • Wpb. Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr: Zielwert 1,5 % / Zielerreichung −0,7 %
  • EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen: Zielwert 21,0 % / Zielerreichung 20,1 %

Crop Science

  • Wb. Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr: Zielwert 52,6 % / Zielerreichung 52,8 %8
  • EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen: Zielwert 17,7 % / Zielerreichung 18,6 %
  • Als Folge der Übernahme von Monsanto wurden die Crop-Science-Zielwerte angepasst. Die ursprünglichen Ziele betrugen 5,1 % bezogen auf das Umsatzwachstum und 21,7 % für die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen.

8 Für die Bestimmung der Zielerreichung wurden auch die Umsätze des Monsanto-Geschäfts gegen die der Zielsetzung zugrunde gelegten Wechselkurse bereinigt.

Animal Health

  • Wpb. Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr: Zielwert 1,6 % / Zielerreichung 0,5 %
  • EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen: Zielwert 22,2 % / Zielerreichung 23,9 %

Im qualitativen Teil wird die Zielerreichung sonstiger divisionaler Ziele bewertet, ebenso kann die qualitative Komponente als Korrekturfaktor nach billigem Ermessen des Aufsichtsrats genutzt werden.

Insgesamt ergaben sich aus quantitativem und qualitativem Teil der Divisionskomponente bezogen auf das Geschäftsjahr 2018 folgende Zielerreichungen:

  • Pharmaceuticals: 52 %
  • Consumer Health: 35 %
  • Crop Science: 105 %
  • Animal Health: 123 %
  • Überleitung: 65 %

Gemäß Beschluss des Personalausschusses und des Aufsichtsrats erhalten alle Mitglieder des Vorstands individuelle Ziele, die auf die jeweiligen Verantwortungsbereiche zugeschnitten sind und nach Ablauf des Geschäftsjahres auch individuell bewertet werden. Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die Themenfelder, die in die individuellen Zielvereinbarungen eingeflossen sind.

Individuelle Zielvereinbarungen

Vorstandsmitglied

 

Themenfelder für die individuellen Zielvereinbarungen

1

Wolfgang Nickl, Heiko Schipper und Stefan Oelrich übernahmen für das restliche Geschäftsjahr die jeweiligen persönlichen Ziele ihrer Amtsvorgänger.

2

Zu Leaps by Bayer siehe auch Kapitel „Innovation im Fokus“

Werner Baumann

 

Übernahme und Integration von Monsanto, Stärkung der Bayer-Marke, Qualitätssicherung, Integration neuer Vorstandsmitglieder

Dr. Hartmut Klusik

 

Talentgewinnung und Mitarbeiterentwicklung, Qualitätssicherung, Produktionssicherheit, Nachhaltigkeitsstrategie

Johannes Dietsch / Wolfgang Nickl1

 

Übernahme und Integration von Monsanto, Finanzierung der Monsanto-Akquisition, Abbau der Covestro-Beteiligung

Kemal Malik

 

Forschung, Innovation, Leaps by Bayer2

Liam Condon

 

Übernahme und Integration von Monsanto, Geschäftskontinuität Crop Science, Digitalisierung

Erica Mann / Heiko Schipper1

 

Kernthemen Consumer Health, Länderschwerpunkte USA und China, Digitalisierung

Dieter Weinand / Stefan Oelrich1

 

Forschung und Produkt-Pipeline Pharma, Qualitätssicherung, Einlizenzierung, Schlüsselmärkte, Digitalisierung

Um gleichzeitig der kollektiven Verantwortung der Vorstandsmitglieder als Organ Rechnung zu tragen, werden darüber hinaus Team-Ziele vereinbart. Als Team-Ziele werden die vom Vorstand aufgestellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Konzernziele für das Jahr 2018 herangezogen. Die nachstehende Übersicht gibt einen Überblick über die Themenfelder der Konzernziele.

Team-Ziele 2018

Themenbereich

 

Ziele

 

 

Ausrichtung auf die Wachstumsmärkte

 

//

 

Abschlussvorbereitung und erfolgreiche Integration von Monsanto bei gleichzeitiger Geschäftskontinuität

 

 

//

 

Vorantreiben des organischen Wachstums durch weitere Fokussierung auf die Schlüsselaktivitäten

 

 

//

 

Gestalten von wertschaffenden Wachstumsmöglichkeiten durch aktives Portfoliomanagement, M&A und Lizenzierung

Innovation durch Wissenschaft

 

//

 

Vorantreiben der Entwicklungs-Pipelines in den Divisionen

 

 

//

 

Vorantreiben bahnbrechender Innovationen durch Leaps by Bayer

 

 

//

 

Vorantreiben der digitalen Transformation

Spitzenleistung in der Ausführung

 

//

 

Ergreifen von Maßnahmen zur Sicherstellung profitablen Wachstums und solider Liquiditätserzeugung

 

 

//

 

Realisierung der Synergie-Meilensteine für Monsanto und Vorantreiben weiterer divisionaler / funktionaler Effizienzprogramme

 

 

//

 

Erreichen funktionaler Spitzenleistung für eine marktführende Geschäftsunterstützung

Verpflichtung gegenüber Mitarbeitern und Nachhaltigkeit

 

//

 

Gewährleistung von Qualität, Sicherheit und Regelkonformität und aktives Risikomanagement

 

 

//

 

Vorantreiben der kulturellen Verbesserung und weitere Entwicklung von Bayer als bevorzugtem Arbeitgeber

 

 

//

 

Vorantreiben des gesellschaftlichen und ökologischen Fortschritts

Die Zielerreichung der individuellen Ziele und Team-Ziele wird nach Ablauf des Geschäftsjahres durch den Personalausschuss und den Aufsichtsrat bewertet und fließt dann zu einem Drittel in die Festlegung des STI-Auszahlungsbetrags mit ein.

Langfristige aktienbasierte Barvergütung (LTI)

Mitglieder des Vorstands sind zur Teilnahme an den jährlichen Tranchen des langfristigen aktienbasierten Vergütungsprogramms „Aspire“ berechtigt, soweit sie nach vorgegebenen Richtlinien eine individuell festgelegte Anzahl an Bayer-Aktien als Eigeninvestment erwerben und so lange halten, wie sie für den Bayer-Konzern tätig sind.

Für die seit 2016 jährlich aufgelegten Aspire 2.0-Tranchen ergeben sich grundsätzlich die LTI-Zielbeträge aus dem vertraglich vereinbarten Zielprozentsatz von 150 % bezogen auf die Festvergütung. Der jeweilige Startwert wird zudem mit dem individuellen STI-Auszahlungsfaktor des jeweiligen Vorstandsmitglieds für das Jahr vor der Auflage der jeweiligen Tranche multipliziert:

LTI-Zielwert – Berechnung (Grafik)

Die Erfolgsmessung erfolgt nach vier Jahren auf Basis des LTI-Zielwerts, der Kursentwicklung der Bayer-Aktie, der relativen Performance der Bayer-Aktie zum EURO STOXX 50 sowie der zwischenzeitlich gezahlten Dividenden („Total Shareholder Return“-Ansatz):

LTI-Auszahlungsbetrag – Berechnung (Grafik)

Für den Vorstand wurde bezogen auf den LTI-Plan mit dem erwähnten relativen Abgleich zum EURO STOXX 50 eine zusätzliche Performance-Messung eingeführt. Diese erhöht den Auszahlungsbetrag um den Prozentsatz einer Überperformance bzw. vermindert diesen um den Prozentsatz der Unterperformance, jedoch in beide Richtungen auf 50 % begrenzt.

Illustration der Elemente und Funktionsweise von Aspire 2.0

Illustration der Elemente und Funktionsweise von Aspire 2.0 (Liniendiagramm)

Die bis 2015 aufgelegten Tranchen des Aspire-Programms beruhen bis zu deren Ablauf weiterhin auf dem sogenannten Aspire-Zielbetrag, der als vertraglich vereinbarter Prozentsatz der jährlichen Festvergütung definiert ist. In Abhängigkeit von der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie sowie von der relativen Performance im Vergleich zum Aktienindex EURO STOXX 50 wird nach Ablauf der jeweiligen Programme an die Teilnehmer ein Betrag zwischen 0 % und maximal 300 % des Aspire-Zielbetrags ausgezahlt.

Die Auszahlungs- bzw. Performance-Matrix in Abhängigkeit von der absoluten und relativen Kursentwicklung der Bayer-Aktie ist im Internet unter www.investor.bayer.de/de/aktie/aktienprogramme/aspire verfügbar.

Bei einem unterjährigen Eintritt in den Ruhestand oder einem unterjährigen Ausscheiden aus dem Vorstand wegen Nichtverlängerung des Vorstandsvertrags auf gemeinsamen Wunsch oder Wunsch der Gesellschaft wird die für dieses Jahr gewährte Aspire-Tranche anteilsmäßig gekürzt. Die Kürzung orientiert sich an der Dauer der aktiven Vorstandstätigkeit während dieses ersten Jahres der Laufzeit der Tranche. Für frühere Jahre gewährte Tranchen laufen in diesem Fall unverändert fort.

Bezogen auf die Aspire-Tranche 2014 und die daraus resultierende Auszahlung im Geschäftsjahr 2018 wurden folgende Startwerte für den Bayer-Kurs und den EURO STOXX 50 zugrunde gelegt bzw. zum Jahresende 2017 (Ende der Vier-Jahres-Periode) für die Auszahlung im Januar 2018 ermittelt:

  • Startkurs Bayer-Aktie (Durchschnitt der letzten 30 Handelstage 2013): 96,96 €
    Endkurs Bayer-Aktie (Durchschnitt der letzten 30 Handelstage 2017): 106,61 €
  • Startkurs EURO STOXX 50 (Durchschnitt der letzten 30 Handelstage 2013): 3.026,85
    Endkurs EURO STOXX 50 (Durchschnitt der letzten 30 Handelstage 2017): 3.566,83

Für die Aspire-Tranche 2014 wurden im Ergebnis 20 % des Startwertes ausgezahlt. Die Tranche 2015 führte aufgrund eines gesunkenen Aktienkurses zu keiner Auszahlung im Januar 2019.

Pensionszusagen (Alters- und Hinterbliebenenversorgung)

Der jährliche Pensionsanspruch der Vorstandsmitglieder beruht auf einer beitragsbezogenen Zusage. Bayer stellt jährlich einen fiktiven Beitrag in Höhe von 42 % der jeweiligen Festvergütung zur Verfügung. Dieser Prozentsatz setzt sich zusammen aus einem Grundbeitrag von 6 % und einem Matching-Beitrag von 36 %, dem Vierfachen des Eigenbeitrags des Vorstandsmitglieds von 9 %. Der gesamte jährliche Beitragsaufwand wird nach der Verrentungstabelle eines Versicherungstarifs der Rheinischen Pensionskasse VVaG in einen Rentenbaustein umgewandelt. Der jährliche Pensionsanspruch bei Pensionierung ergibt sich als Summe der angesammelten Rentenbausteine einschließlich einer Überschussbeteiligung. Die Überschussbeteiligung wird jährlich auf Basis der in der Rheinischen Pensionskasse VVaG erzielten Nettorendite abzüglich der im Tarif eingerechneten und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigten Mindestverzinsung ermittelt. Zukünftige Pensionsleistungen werden jährlich überprüft und unter Berücksichtigung der Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst.

Abweichend hierzu existieren zusätzlich besondere individuelle Vereinbarungen für folgende Vorstandsmitglieder:

  • Werner Baumann hat eine unverfallbare Pensionszusage über eine jährliche Pensionsleistung von 200 T € ab Vollendung des 60. Lebensjahres erhalten. Diese wird zeitanteilig gekürzt, soweit die Dienstzeit unter bestimmten Bedingungen vor Vollendung des 60. Lebensjahres endet.
  • Kemal Malik hat eine unverfallbare Pensionszusage über eine jährliche Pensionsleistung von 80 T € ab Vollendung des 65. Lebensjahres erhalten. Diese wird zeitanteilig gekürzt, soweit die Dienstzeit unter bestimmten Bedingungen vor Vollendung des 65. Lebensjahres endet.
  • Erica Mann nahm aufgrund ihres gesplitteten Vorstandsvertrags anteilig an den Pensionsplänen in Deutschland (30 %) und der Schweiz (70 %) teil. Bei der Auszahlung der Pensionsleistungen aus beiden Versorgungsplänen hatte Frau Mann ein Wahlrecht zwischen einer lebenslangen monatlichen Rente oder einer Kapitalauszahlung. Sie wählte die Kapitalauszahlung.
  • Heiko Schipper nimmt aufgrund seines gesplitteten Vorstandsvertrags anteilig an den Pensionsplänen in Deutschland (30 %) und der Schweiz (70 %) teil.

Im Rahmen eines Treuhandvertrags (Contractual Trust Agreement = CTA) werden zur Deckung von aus Direktzusagen resultierenden Pensionszusagen in Deutschland treuhänderisch Vermögenswerte im Bayer Pension Trust e. V. verwaltet. Dies führt zu einer zusätzlichen – über die Leistungen des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) hinausgehenden – materiellen Absicherung der betreffenden Pensionsverpflichtungen der Vorstandsmitglieder in Deutschland.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Mit dem Auslaufen eines Vorstandsvertrages (Ablauf oder Nichtverlängerung) enden alle bisher gültigen Zahlungen für das Festeinkommen, den Jahresbonus (STI) sowie Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung und alle Nebenleistungen. Die langfristige variable Vergütung (LTI) hat noch Nachwirkungseffekte, da Zahlungen aus diesen vierjährigen Tranchen erst im Zeitverlauf erfolgen und bei Vertragsbeendigung nicht vorzeitig erbracht werden. Die Ansprüche sind aber während der regulären Vertragslaufzeit entstanden.

Nachvertragliche Wettbewerbsverbote

Mit den Vorstandsmitgliedern bestehen nachvertragliche Wettbewerbsverbote, die eine von der Gesellschaft zu zahlende Karenzentschädigung für die Dauer des Bestehens des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots von zwei Jahren vorsehen. Diese Entschädigung beträgt für beide Jahre jeweils 100 % der durchschnittlichen Festvergütung der letzten zwölf Monate vor dem Ausscheiden. Andere Erwerbseinkünfte werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auf die Karenzentschädigung angerechnet. Bei Vertragsbeendigung kann unternehmensseitig auf ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot verzichtet werden. Eine Entschädigungszahlung würde in diesem Fall entfallen. Dies gilt auch, wenn ein Vorstand im Anschluss in den Ruhestand geht.

Arbeitsunfähigkeit

Im Falle einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit werden den Vorstandsmitgliedern die vertraglich festgelegten Bezüge weiter bezahlt. Die Bayer AG kann den Dienstvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied ununterbrochen mindestens 18 Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). Bei Beendigung des Vertrags mit dem Vorstandsmitglied aufgrund einer dauernden Arbeitsunfähigkeit vor dem 60. Lebensjahr wird eine Invalidenpension gewährt. Für die Vorstandsmitglieder entspricht die Höhe der Invalidenpension aus dem Vorstandsvertrag der zum Zeitpunkt der Beendigung des Vertrags erreichten Anwartschaft, ggf. zuzüglich einer Zurechnungszeit bis zum 55. Lebensjahr.

Geplante Änderungen ab 2019 bzw. 2020

Infolge der Übernahme von Monsanto wird die Gewichtung der Divisionskomponente der kurzfristigen variablen Barvergütung für die Vorstandsmitglieder mit funktionaler Verantwortung für 2019 wie folgt angepasst: Pharmaceuticals wird mit 45 % einbezogen, Consumer Health mit 10 % und Crop Science mit 45 % (hiervon Crop Science mit einem Anteil von 95 % und Animal Health mit einem Anteil von 5 %).

Der Aufsichtsrat beabsichtigt, ab 2020 die Share Ownership Guidelines anzupassen und den notwendigen Bayer-Aktienbestand der Vorstände auf jeweils 100 % der Festvergütung anzuheben.

Darüber hinaus beabsichtigt der Aufsichtsrat, ausdrückliche sogenannte Clawback-Regelungen, d. h. vertragliche Rückforderungsmöglichkeiten bereits ausgezahlter Vergütungsbestandteile, in die Verträge aufzunehmen.

Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2018

Die Gesamtbezüge des Vorstands (HGB) beliefen sich 2018 insgesamt auf 24.509 T € (Vorjahr: 24.324 T €). Davon entfielen 8.212 T € (Vorjahr: 6.414 T €) auf erfolgsunabhängige Komponenten und 16.297 T € (Vorjahr: 17.910 T €) auf erfolgsbezogene Komponenten der Vergütung. Der Dienstzeitaufwand der Pensionszusagen betrug 2.745 T € (Vorjahr: 2.546 T €).

Der Vorstand der Bayer AG setzte sich zum 31. Dezember 2018 aus sieben Mitgliedern zusammen. Im Berichtsjahr 2018 gab es folgende Änderungen in der Zusammensetzung des Vorstands. Der Aufsichtsrat berief mit Wirkung

  • zum 1. März 2018 Heiko Schipper in den Vorstand der Bayer AG, der am 1. April 2018 die Nachfolge von Erica Mann als Leiter der Division Consumer Health antrat,
  • zum 26. April 2018 Wolfgang Nickl in den Vorstand der Bayer AG, der am 1. Juni 2018 die Nachfolge von Johannes Dietsch als Finanzvorstand der Bayer AG antrat und
  • zum 1. November 2018 Stefan Oelrich in den Vorstand der Bayer AG, der an diesem Datum die Nachfolge von Dieter Weinand als Leiter der Division Pharmaceuticals antrat.

Die Gesamtbezüge nach HGB der einzelnen im Jahr 2017 und / oder 2018 tätigen Vorstandsmitglieder sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Gesamtbezüge des Vorstands (HGB)

 

 

Festvergütung

 

Sachbezüge und sonstige Leistungen

 

Kurzfristige variable Barvergütung

 

Langfristige aktienbasierte Barvergütung (Aspire)1

 

Gesamtbezüge

 

Dienstzeitaufwand
Pensionszusagen2

 

 

2017

2018

 

2017

2018

 

2017

2018

 

2017

2018

 

2017

2018

 

2017

2018

 

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

1

Bewertung als beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung

2

Inkl. Arbeitgeberaufwand zur Bayer-Pensionskasse VVaG, Rheinischen Pensionskasse VVaG und zu einer ausländischen Pensionskasse

3

In den Sachbezügen und sonstigen Leistungen von Stefan Oelrich ist eine Entschädigung für beim früheren Arbeitgeber zugesagte und durch den Wechsel zu Bayer verfallene variable Vergütungsbestandteile in Höhe von 135 T € enthalten. Die Entschädigung beträgt insgesamt 2.424 T € und wird über drei Jahre zeitanteilig gewährt.

4

In den Sachbezügen und sonstigen Leistungen von Heiko Schipper ist eine Entschädigung für beim früheren Arbeitgeber zugesagte und durch den Wechsel zu Bayer verfallene variable Vergütungsbestandteile in Höhe von 894 T € enthalten. Die Entschädigung beträgt insgesamt 1.950 T €. Hiervon wurde ein Viertel zum Eintrittszeitpunkt in den Vorstand gewährt. Die übrigen drei Viertel werden zeitanteilig über drei Jahre gewährt.

5

Johannes Dietsch wurde zusätzlich eine Karenzentschädigung im Rahmen des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots in Höhe von 1.522 T € zugesagt, die monatlich zeitanteilig über zwei Jahre gewährt wird.

6

Mit Erica Mann wurde anlässlich ihres Ausscheidens zum 31. März 2018 eine Abfindung in Höhe von 1.978 T € vereinbart. Diese stellt sie so, als wenn sie bis zum 31. Dezember 2018 gearbeitet hätte und anschließend in den Ruhestand gegangen wäre.

7

In den Gesamtbezügen des Vorstands sind bei der Festvergütung 583 T € (Vorjahr: 529 T €), bei den Sachbezügen und sonstigen Leistungen 1.000 T € (Vorjahr: 24 T €), bei der kurzfristigen variablen Barvergütung 581 T € (Vorjahr: 265 T €) und bei der langfristigen aktienbasierten Barvergütung 874 T € (Vorjahr: 847 T €) enthalten, die Erica Mann und Heiko Schipper als Leiter der Division Consumer Health von unserer Tochtergesellschaft Bayer Consumer Care AG, Schweiz, erhalten haben.

Zum 31.12.2018 amtierende Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werner Baumann (Vorsitzender)

 

1.487

1.511

 

49

46

 

1.335

1.708

 

3.530

2.039

 

6.401

5.304

 

809

874

Liam Condon

 

806

819

 

43

45

 

519

1.056

 

1.677

793

 

3.045

2.713

 

320

348

Dr. Hartmut Klusik

 

756

768

 

40

39

 

565

805

 

1.597

864

 

2.958

2.476

 

305

331

Kemal Malik

 

781

794

 

36

37

 

604

813

 

1.591

923

 

3.012

2.567

 

310

315

Wolfgang Nickl

 

523

 

41

 

571

 

1.056

 

2.191

 

133

Stefan Oelrich3

 

137

 

142

 

133

 

973

 

1.385

 

19

Heiko Schipper4

 

640

 

1.431

 

639

 

1.104

 

3.814

 

178

Ehemalige Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Johannes Dietsch5

 

756

320

 

42

17

 

679

346

 

1.483

432

 

2.960

1.115

 

305

141

Erica Mann6

 

756

192

 

24

3

 

378

192

 

1.210

145

 

2.368

532

 

257

204

Dieter Weinand

 

806

683

 

32

24

 

810

674

 

1.932

1.031

 

3.580

2.412

 

240

202

Gesamt7

 

6.148

6.387

 

266

1.825

 

4.890

6.937

 

13.020

9.360

 

24.324

24.509

 

2.546

2.745

Jährliche Festvergütung

Im Berichtsjahr 2018 wurde die Festvergütung der Vorstandsmitglieder angepasst und belief sich in Summe auf 6.387 T € (Vorjahr: 6.148 T €).

Kurzfristige variable Barvergütung

Die kurzfristige variable Barvergütung nach Abzug des Solidarbeitrags betrug im Jahr 2018 für alle Vorstandsmitglieder insgesamt 6.937 T € (Vorjahr: 4.890 T €) und wurde für die zum 31. Dezember 2018 amtierenden Vorstandsmitglieder in Höhe von 5.725 T € (Vorjahr: 4.890 T €) zurückgestellt. Den Solidarbeitrag gemäß den Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern zur Beschäftigungssicherung leisten alle Mitarbeiter in den betreffenden Gesellschaften zum Erhalt von Arbeitsplätzen an den deutschen Standorten. Für das Geschäftsjahr 2018 beträgt dieser Beitrag 0,22 % (Vorjahr: 0,25 %) der individuellen STI.

Langfristige variable Barvergütung über virtuelle Bayer-Aktien

Im Rahmen der Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand mit Wirkung zum 1. Januar 2016 entfiel diese Vergütungskomponente. Die Umwandlung von 50 % des STI in virtuelle Bayer-Aktien erfolgte letztmalig im Berichtsjahr 2015 unter Zugrundelegung des Durchschnittskurses von 119,17 €. Nach IFRS werden entstandene Wertänderungen bisheriger Ansprüche im Geschäftsjahr in Höhe von −978 T € (Vorjahr: 538 T €) in die Vorstandsvergütung miteinbezogen. Zum 31. Dezember 2018 wurden Rückstellungen in Höhe von 1.824 T € (Vorjahr: 6.841 T €) für die zukünftigen Auszahlungen der auf virtuellen Bayer-Aktien basierten Ansprüche der Vorjahre für die aktiven Vorstandsmitglieder gebildet. In dem Betrag sind auch die jährlichen Dividendenansprüche aus den Vorjahren enthalten.

Langfristige aktienbasierte Barvergütung (Aspire)

In den Gesamtbezügen (HGB) ist die langfristige aktienbasierte Barvergütung (Aspire) mit dem beizulegenden Zeitwert bei Gewährung in Höhe von 9.360 T € (Vorjahr: 13.020 T €) enthalten.

Nach IFRS umfasst die Gesamtvergütung den beizulegenden Zeitwert des in dem jeweiligen Geschäftsjahr erdienten Teilanspruchs. Dies bedeutet, dass ab dem Jahr der Gewährung bei einem vierjährigen Erdienungszeitraum der jeweilige beizulegende Zeitwert über vier Jahre aufwandswirksam erfasst wird. Zusätzlich wird die Wertänderung bereits erdienter Anteile der noch laufenden Aspire-Tranchen der Vorjahre als aktienbasierte Entlohnung nach IFRS ausgewiesen.

Vorstandsvergütung aufgrund von Aspire (IFRS)

 

 

 

 

Zum 31. Dezember 2018 amtierende Vorstandsmitglieder

 

Ehemalige Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

Werner Baumann (Vor-sitzender)

Liam Condon

Dr. Hartmut Klusik

Kemal Malik

Wolfgang Nickl

Stefan Oelrich

Heiko Schipper

 

Johannes Dietsch

Erica Mann

Dieter Weinand

 

Gesamt

 

 

 

 

In T €

In T €

In T €

In T €

In T €

In T €

In T €

 

In T €

In T €

In T €

 

In T €

1

Die langfristige variable Vergütung der neu erdienten Ansprüche umfasst die Aspire-Programme aus den Jahren 2015 – 2018 (Vorjahr: 2014 – 2017), da diese Vergütungen über einen Zeitraum von vier Geschäftsjahren erdient werden. Sie sind mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert während des Erdienungszeitraums 2017 bzw. 2018 bewertet. Johannes Dietsch, Erica Mann und Dieter Weinand erdienten ihre Ansprüche beschleunigt bis zu ihrem Ausscheiden zum 31. Mai 2018, 31. März 2018 bzw. 31. Oktober 2018. Entsprechend ist bei Johannes Dietsch und Erica Mann der im Jahr 2017 und bei Dieter Weinand der im Jahr 2018 erdiente Anteil höher als bei den zum 31. Dezember 2018 amtierenden Vorstandsmitgliedern. Die 2017 und 2018 erdienten Aspire-Ansprüche sowie die Wertänderungen bei Liam Condon, Johannes Dietsch, Dr. Hartmut Klusik, Kemal Malik, Erica Mann und Dieter Weinand beziehen sich zum Teil auf Aspire-Tranchen, die ihnen vor ihrer Vorstandsbestellung gewährt wurden, jedoch noch nicht vollständig erdient sind.

2

Die Wertänderung bisheriger Ansprüche bezieht sich auf die Wertänderungen bereits erdienter Ansprüche in den Jahren 2015, 2016 und 2017 (Vorjahr: 2014, 2015 und 2016).

3

Von den im Geschäftsjahr erdienten Ansprüchen entfallen 425 T € (Vorjahr: 1.434 T €) und von der Wertänderung von in Vorjahren erdienten Ansprüchen −344 T € (Vorjahr: −168 T €) auf Ansprüche gegenüber unserer Tochtergesellschaft Bayer Consumer Care AG, Schweiz.

Im laufenden Jahr erdiente aktienbasierte Vergütung1

 

2018

 

1.029

537

524

536

105

28

131

 

1.197

475

2.098

 

6.660

 

2017

 

1.528

871

819

830

 

2.038

2.049

947

 

9.082

Wertänderungen bisheriger Ansprüche2

 

2018

 

−972

−604

−565

−581

 

−26

−491

−529

 

−3.768

 

2017

 

−120

−77

−42

−58

 

−51

−240

−53

 

−641

Summe3

 

2018

 

57

−67

−41

−45

105

28

131

 

1.171

−16

1.569

 

2.892

 

2017

 

1.408

794

777

772

 

1.987

1.809

894

 

8.441

Für die zum 31. Dezember 2018 amtierenden Vorstandsmitglieder wurden Rückstellungen für die Aspire-Ansprüche in Höhe von 5.590 T € (Vorjahr: 11.747 T €) gebildet. Davon beziehen sich 4.695 T € auf die bis 2017 begebenen Tranchen und 895 T € auf die Tranche 2018.

Pensionszusagen

Im laufenden Jahr wurde für die Vorstandsmitglieder ein Dienstzeitaufwand in Höhe von insgesamt 2.745 T € (Vorjahr: 2.546 T €) nach HGB bzw. 3.489 T € (Vorjahr: 3.907 T €) nach IFRS aufwandswirksam berücksichtigt. In der folgenden Übersicht sind der auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallende Dienstzeitaufwand und der Barwert der Pensionsverpflichtungen dargestellt.

Pensionszusagen nach HGB und IFRS

 

 

HGB

 

IFRS

 

 

Dienstzeit­aufwand Pensions­zusagen1

 

Erfüllungsbetrag der Pensions­verpflichtungen zum 31.12.2

 

Dienstzeit­aufwand Pensions­zusagen

 

Anwartschafts­barwert der Versorgungs­zusagen zum 31.12.

 

 

2017

2018

 

2017

2018

 

2017

2018

 

2017

2018

 

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

1

Inkl. Arbeitgeberbeitrag zur Bayer-Pensionskasse VVaG, Rheinischen Pensionskasse VVaG und einer ausländischen Pensionskasse

2

Pensionsansprüche gegenüber ausländischen Tochtergesellschaften und Bayer-Pensionskassen werden mit ihrem Barwert der Pensionsverpflichtung gemäß IFRS berücksichtigt.

Zum 31.12.2018 amtierende Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werner Baumann (Vorsitzender)

 

809

874

 

9.044

11.217

 

1.290

1.254

 

13.544

15.075

Liam Condon

 

320

348

 

2.345

3.063

 

563

539

 

4.038

4.618

Dr. Hartmut Klusik

 

305

331

 

5.302

6.141

 

435

433

 

7.285

7.769

Kemal Malik

 

310

315

 

2.186

2.606

 

493

448

 

2.697

3.110

Wolfgang Nickl

 

133

 

148

 

206

 

207

Stefan Oelrich

 

19

 

21

 

27

 

28

Heiko Schipper

 

178

 

3.312

 

142

 

3.331

Ehemalige Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Johannes Dietsch

 

305

141

 

3.951

 

483

87

 

5.919

Erica Mann

 

257

204

 

7.492

 

275

75

 

7.532

Dieter Weinand

 

240

202

 

700

 

368

278

 

988

Gesamt

 

2.546

2.745

 

31.020

26.508

 

3.907

3.489

 

42.003

34.138

Der Dienstzeitaufwand für die Pensionszusagen weicht aufgrund unterschiedlicher Bewertungsansätze für den Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen nach HGB sowie für den Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen nach IFRS voneinander ab.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Aufgrund der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung zum 31. März 2018 des ursprünglich bis zum 31. Dezember 2018 laufenden Dienstvertrags von Erica Mann wurden mit ihr im Dezember 2017 zu gewährende Abfindungsleistungen in Höhe von 1.978 T € vereinbart. Diese setzten sich im Wesentlichen aus Abfindungen für das Festeinkommen, die kurzfristige variable Einkommenskomponente, Aspire und Zahlungen für Altersversorgungsansprüche, jeweils für den Zeitraum vom 1. April 2018 bis 31. Dezember 2018, zusammen. Für die Zwecke der betrieblichen Altersversorgung und des Aspire-Programms wurde Erica Mann so gestellt, als wäre sie noch bis zum 31. Dezember 2018 teilnahmeberechtigt gewesen. Die Abfindung für das Festeinkommen und die kurzfristige variable Einkommenskomponente in Höhe von insgesamt 1.172 T € wurden im April 2018 ausbezahlt. Die Auszahlung der Aspire-Tranchen erfolgt jeweils nach Ablauf der Programmlaufzeit auf Basis der Programmparameter. Für Erica Mann bestand ein Wettbewerbsverbot bis zum 31. Dezember 2018.

Johannes Dietsch beendete seine Vorstandstätigkeit regulär zum 31. Mai 2018. Für Johannes Dietsch besteht gemäß dem Vorstandsvertrag ein zweijähriges Wettbewerbsverbot bis zum 31. Mai 2020. Die daraus resultierende Karenzentschädigung von 761 T € pro Jahr wird ihm in monatlichen Raten ausgezahlt.

Der Vertrag mit Dieter Weinand wurde vorzeitig zum 31. Oktober 2018 einvernehmlich ohne weitere Abfindungen und Karenzentschädigungen beendet.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Barwerte der vertraglich zugesagten Karenzentschädigungen je Vorstandsmitglied für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot zum 31. Dezember 2018. Für aktive Vorstandsmitglieder gilt dabei die Annahme, dass diese jeweils ab dem Ende der aktuellen Vertragslaufzeiten ausgezahlt werden. Bei der Berechnung sind erwartete inflationsbasierte Anpassungen der Festeinkommen berücksichtigt.

Karenzentschädigungen im Falle der Vertragsbeendigung

 

 

Jährliches Fest­einkommen 2018

 

Ende der aktuellen Vertrags­laufzeit

 

Barwerte der potenziellen Karenz­entschädi­gungen zum 31.12.2018

 

 

 

 

in T €

 

in T €

 

in T €

 

 

1

Einvernehmliche Aufhebung des Wettbewerbsverbots

Aktive Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

Werner Baumann

 

1.511

 

30.04.2021

 

3.178

 

 

Liam Condon

 

819

 

31.12.2023

 

1.782

 

 

Dr. Hartmut Klusik

 

768

 

31.12.2019

 

1.562

 

 

Kemal Malik

 

794

 

31.01.2022

 

1.698

 

 

Wolfgang Nickl

 

768

 

25.04.2021

 

1.616

 

 

Stefan Oelrich

 

819

 

31.10.2021

 

1.722

 

 

Heiko Schipper

 

768

 

28.02.2021

 

1.616

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch­schnittliches Fest­einkommen der letzten
12 Monate

 

Ausges­chieden am

 

Barwerte der potenziellen Karenz­entschädi­gungen zum 31.12.2018

 

Aufwand 2018

 

 

in T €

 

in T €

 

in T €

 

in T €

Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

Johannes Dietsch

 

761

 

31.05.2018

 

1.078

 

444

Erica Mann1

 

 

31.03.2018

 

 

Dieter Weinand1

 

 

31.10.2018

 

 

Gesamtvergütung des Vorstands nach IFRS

Die Gesamtvergütung des Vorstands nach IFRS wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

Vorstandsvergütung nach IFRS

 

 

2017

 

2018

 

 

in T €

 

in T €

Festvergütung

 

6.148

 

6.387

Sachbezüge und sonstige Leistungen

 

266

 

1.825

Summe der kurzfristigen erfolgsunabhängigen Vergütung

 

6.414

 

8.212

Kurzfristige erfolgsabhängige Barvergütung

 

4.890

 

6.937

Summe der kurzfristigen Vergütung

 

11.304

 

15.149

Wertänderung bisheriger Ansprüche aus der aktienbasierten Vergütung über virtuelle Bayer-Aktien

 

538

 

−978

Im laufenden Jahr erdiente aktienbasierte Vergütung Aspire

 

9.082

 

6.660

Wertänderung bisheriger Ansprüche aus der aktienbasierten Vergütung Aspire

 

−641

 

−3.768

Summe der aktienbasierten Vergütung (Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung)

 

8.979

 

1.914

Dienstzeitaufwand für im laufenden Jahr erdiente Pensionszusagen

 

3.907

 

3.489

Summe der langfristigen Vergütung

 

12.886

 

5.403

Abfindungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverträgen

 

1.978

 

Gesamtvergütung (nach IFRS)

 

26.168

 

20.552

Vergleich zum Vorjahr