Innovation im Fokus

Übersicht

  • Zusammenführung der Forschungsaktivitäten von Bayer und Monsanto schafft die Voraussetzung für Sprunginnovationen oder auch disruptive Innovationen sind gravierende technologische Neuerungen und / oder marktverändernde Geschäftsmodelle im Agrarsektor
  • Gemeinsames Labor für „Precision Cardiology“ am Broad Institute in Boston eröffnet; Zulassung von Larotrectinib (Handelsname: Vitrakvi™) in den USA als erstes Arzneimittel mit einer Erstzulassung in einer Tumortyp-agnostischen Indikation stärkt das Onkologie-Portfolio
  • Joint Venture „Joyn Bio“ im Bereich der synthetischen Biologie nimmt seine Arbeit zur Optimierung der Stickstofffixierung in der Landwirtschaft auf
  • Soziale Innovationen in Afrika vorangetrieben durch Kooperation mit den Social Enterprises „myAgro“ und „One Acre Fund“

Innovationen sind ein Grundpfeiler unserer Konzernstrategie und werden von uns definiert als neue Lösungen, die einen Mehrwert für unsere Kunden und die Gesellschaft schaffen. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt auf Produktinnovationen, die sich auf unsere starken Forschungs- und Entwicklungskompetenzen (F&E) stützen. Sie werden ergänzt durch gezielte Innovationen von Prozessen, Dienstleistungs- und Geschäftsmodellen.

Mit unseren Innovationen leisten wir einen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen in der medizinischen Versorgung und der Ernährungssicherung. Wir setzen hierbei neben der starken Innovationskompetenz unserer Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen auf Exzellenz in Forschung und Entwicklung, ein breites Open-Innovation-Netzwerk und den Einsatz von neuen bahnbrechenden Technologien, auch unter Einbeziehung von Erkenntnissen aus den Data Sciences.

Durch die Zusammenführung unseres innovativen Pflanzenschutzes mit dem in Pflanzenbiotechnologie und Pflanzenzüchtung weltweit führenden F&E-Bereich von Monsanto schaffen wir die Voraussetzungen für Sprunginnovationen im Agrarsektor.

Um die Innovationskompetenz der gesamten Organisation weiterzuentwickeln, haben wir seit Beginn der Schulungen im Jahr 2016 inzwischen mehr als 1.000 Mitarbeiter in modernen Methoden wie „Systematic Inventive Thinking“, „Design Thinking“ und „Lean Start-up“ geschult und ein agiles, weltweites, segment- und funktionsübergreifendes Netzwerk von mehr als 700 Innovations-„Coaches“ und mehr als 80 Innovations-„Ambassadors“ aufgebaut, das unsere Mitarbeiter beim Entwickeln und Vorantreiben neuer Ideen und Projekte unterstützt. Eine etablierte Online-Plattform ermöglicht allen Mitarbeitern, sich über neue Innovationstrends sowie aktuelle Projekte zu informieren und sich weltweit zu Innovationsthemen zu vernetzen und auszutauschen. Zusätzlich werden ausgewählte Innovationen in einem segmentübergreifenden Entrepreneurship-Programm vorangetrieben. Unsere Innovationsaktivitäten wurden auch 2018 international gewürdigt – im Ranking der Boston Consulting Group gehört Bayer zu den Top 50 der „Most Innovative Companies“ weltweit.

Exzellenz in Forschung und Entwicklung

Der Unternehmenserfolg von Bayer beruht seit jeher auf Exzellenz in Forschung und Entwicklung. Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten richten sich nach den Innovationstrategien unserer Segmente zur Verbesserung der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze. In all unseren F&E-Aktivitäten setzen wir verstärkt Data-Science-Methoden ein und fördern die Kompetenz unserer Wissenschaftler durch gezielte Data-Science-Lernprogramme.

für weitere Details siehe die Segmentabschnitte „Pharmaceuticals“, „Consumer Health“, „Crop Science“, „Animal Health“

Bayer verfügt über ein globales Netzwerk von F&E-Standorten, an denen etwa 17.300 Forscher tätig sind. Im Geschäftsjahr 2018 stiegen die Investitionen in Forschung und Entwicklung um nominal 16,5 % auf 5.246 Mio. €.

Angaben zu Forschung und Entwicklung 2018

 

 

F&E-Kosten

 

Um Sondereinflüsse bereinigte F&E-Kosten

 

Anteil an Konzern-F&E

 

Um Sondereinflüsse bereinigte F&E-Kostenquote

 

Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung

 

 

2017

2018

 

2017

2018

 

2017

2018

 

2017

2018

 

2017

2018

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in %

in %

 

in % vom Umsatz

in % vom Umsatz

 

in FTE

in FTE

1

Die F&E-Kosten von Pharmaceuticals beinhalten im Jahr 2018 einen Ertrag aus einer Entwicklungskooperation mit Janssen Research & Development, LLC, einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, zu Xarelto™ in Höhe von rund 190 Mio. €.

Pharmaceuticals1

 

2.888

2.893

 

2.724

2.589

 

64,1

55,1

 

16,2

15,5

 

8.138

7.924

Consumer Health

 

240

226

 

228

221

 

5,3

4,3

 

3,9

4,1

 

368

346

Crop Science

 

1.166

1.950

 

1.120

1.856

 

25,9

37,2

 

11,7

13,0

 

5.174

8.526

Animal Health

 

155

143

 

145

141

 

3,4

2,7

 

9,2

9,4

 

333

440

Überleitung

 

55

34

 

55

33

 

1,2

0,6

 

4,7

2,0

 

28

39

Gesamt

 

4.504

5.246

 

4.272

4.840

 

100

100

 

12,2

12,2

 

14.041

17.275

Weltweites Open-Innovation-Netzwerk

Partnerschaften sind ein fester Bestandteil unserer Innovationsstrategie. Wir schließen strategische Allianzen mit diversen Partnern wie Universitäten, Behörden, Start-ups, Zulieferern und der Industrie. Dadurch erhalten wir Zugang zu komplementären Technologien und Know-how, die unser Spektrum für Innovationen deutlich erweitern.

Unser Open-Innovation-Netzwerk umfasst alle Unternehmensbereiche entlang der Wertschöpfungskette, eine Plattform für Kooperationen bietet hierzu unser Open-Innovation-Portal. Auch 2018 haben wir unsere Open-Innovation-Aktivitäten erweitert, u. a. durch den Aufbau eines weiteren Inkubators für Biotech-Start-ups in Kobe (CoLaborator™ Kobe) und die Erweiterung der Kooperation mit dem Broad Institute in Boston durch die Etablierung eines gemeinsamen Labors für Herz-Kreislauf-Forschung. Darüber hinaus investieren wir in Fonds, die u. a. Start-up-Firmen aus dem Bereich der Life Sciences finanzieren, wie den Fonds III des High-Tech-Gründerfonds. Die Übernahme von Monsanto schloss auch die „Monsanto Venture Capital Unit“ ein, die unter dem Namen „Bayer Growth Ventures“ fortgeführt wird. Wir unterstützen hiermit Start-ups im Life-Science-Sektor mit Startkapital. Im Bereich der sozialen Innovation haben wir Partnerschaften mit den Social Enterprises „myAgro“ und „One Acre Fund“ abgeschlossen, um Landwirte in Afrika zu unterstützen.

Nachfolgend und in den spezifischen Innovationskapiteln der Segmente finden Sie Details zu unseren Open-Innovation-Aktivitäten:

CoLaborator™ in Kobe, Japan

Nach der Etablierung von Bayer CoLaborator™ in Berlin, San Francisco, Moskau und West Sacramento wurde 2018 ein weiterer Forschungsinkubator im japanischen Kobe gegründet. Damit ist Bayer das erste ausländische Unternehmen mit Pharma-Geschäft, welches einen solchen Forschungsinkubator in Japan betreibt. Angesiedelt im „Biomedical Innovation Cluster“ bieten wir jungen Life-Science-Unternehmen exzellente Forschungs- und Kooperationsmöglichkeiten. Die ersten beiden Unternehmen – Epigeneron, Inc. und Myoridge Co. Ltd. – haben bereits Laborräume bezogen und entwickeln Technologien zur Identifizierung von Wirkstoff-Ziel-Wechselwirkungen bzw. zur Herstellung hochreiner Herzmuskelzellen.

High-Tech-Gründerfonds

Für Bayer sind Start-ups wichtige Partner im Innovationsökosystem, um unserem Ziel näher zu kommen, neue Lösungen in den Bereichen Gesundheit und Ernährung zu entwickeln. Nach der Investition in den High-Tech-Gründerfonds II engagiert sich unser Unternehmen seit 2018 nun auch im High-Tech-Gründerfonds III. Wir setzen dabei auf innovative Start-ups in den Branchen Biotechnologie und Produktionstechnologien.

Soziale Innovationen in Afrika

Bayer unterstützt durch gezielte Partnerschaften innovative Ideen und Geschäftsmodelle, die dazu beitragen, die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern zu verbessern. 2018 ist Crop Science dazu Partnerschaften mit den Social Enterprises „myAgro“ in Mali und „One Acre Fund“ in Kenia, der Kleinbauern in Ostafrika unterstützt, eingegangen. Durch „myAgro“ können Kleinbauern ohne Bankkonto oder Zugang zu Krediten kleine Beträge über ein Prepaid-Modell ansparen. Zum Start der Anbausaison werden dann qualitativ hochwertiges Saatgut und Dünger an die Landwirte geliefert, auch in weit abgelegene Dörfer. So steigern die Kleinstbetriebe, die meist von den Familien selbst bewirtschaftet werden, ihre Erträge um durchschnittlich 50 bis 100 %.

Die sozialen Innovationen sind Bestandteile unseres gesellschaftlichen Engagements (siehe Kapitel „Gesellschaftliches Engagement“).

Bayer investiert in Sprunginnovationen

Ein weiteres wesentliches Instrument zur Erreichung unserer strategischen Ziele ist die Nutzung bahnbrechender Zukunftstechnologien. Zugang erhalten wir hierzu über Leaps by Bayer, ein neues Innovations- und Kooperationsmodell mit Standorten in Berlin, Boston und San Francisco. Dabei suchen wir nach Sprunginnovationen in den Bereichen Gesundheit, bspw. im Zusammenhang mit der Regeneration von beschädigten Herzmuskel- und / oder Gehirnzellen, um die Gewebeschädigungen nach Myokardinfarkten zu reparieren bzw. um neurodegenerative Krankheiten zu heilen, und Ernährung, bspw. in Bezug auf die signifikante Reduzierung von Düngemitteln im Agrarbereich. Auf Gründungen und Kooperationen entfielen bisher Gesamtinvestitionen in Höhe von ca. 600 Mio. €.

Über Leaps by Bayer haben wir gemeinsam mit „Ginkgo Bioworks“ das Joint Venture „Joyn Bio“ gegründet. Im März 2018 nahm dieses seinen Forschungsbetrieb in Boston, USA, auf und betreibt zusätzliche Labore im kalifornischen West Sacramento. Das Ziel besteht darin, mithilfe neuester Methoden der synthetischen Biologie die Anstrengungen der Landwirtschaft zur Verbesserung der Nachhaltigkeit zu unterstützen, z. B. mit der Reduktion der Umweltbelastung durch Stickstoffdünger. Der Fokus liegt zunächst auf Getreide, das unterstützt durch Bodenmikroben seinen Stickstoffbedarf weitestgehend selbst decken soll.

Darüber hinaus evaluieren wir mithilfe unseres „Life Science Collaboration Program“ divisionsübergreifend Innovationen im Bereich der Biologie und Technologie, wie bspw. im Bereich der Gen-Editierung und der künstlichen Intelligenz.

Patente schützen geistiges Eigentum von Bayer

Für ein Innovationsunternehmen wie Bayer ist der weltweit zuverlässige Schutz seines geistigen Eigentums besonders wichtig. Ohne diesen Schutz wäre es in den meisten Fällen nicht möglich, die hohen Kosten zu decken, die bei der Forschung und Entwicklung innovativer Produkte anfallen. Wir setzen uns deshalb weltweit sowohl für den Schutz des internationalen Patentsystems als auch für den Schutz unseres geistigen Eigentums ein. Abhängig von den rechtlichen Rahmenbedingungen streben wir daher Patentschutz für unsere Produkte und Technologien in bedeutenden Märkten an. Dies ermöglicht uns bei erfolgreicher Vermarktung von Produkten, die durch Patente geschützt werden, die Gewinne in nachhaltige Forschung und Entwicklung zu reinvestieren.

Patentlaufzeiten unterscheiden sich in Abhängigkeit von den Gesetzen des Landes, das das Patent erteilt hat. Im Allgemeinen beträgt die Laufzeit eines Patents jedoch 20 Jahre ab dem Anmeldetag. Da die Entwicklung eines neuen Medikaments oder Pflanzenschutzwirkstoffs im Durchschnitt elf bis dreizehn Jahre dauert, bleiben in der Regel nach der Zulassung nur sieben bis neun Jahre Patentschutz. Gleiches gilt für die Entwicklung einer neuen transgenen Pflanzeneigenschaft. In dem Bemühen, dennoch geeignete Anreize für notwendige Investitionen in Forschung und Entwicklung zu schaffen, verlängern die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), die USA, Japan und einige weitere Länder die Patentlaufzeit oder gewähren ergänzende Schutzzertifikate zur Kompensation eines Verlusts von Patentlaufzeit. Aus dem gleichen Grund gewähren einige Länder auch längere Patentlaufzeiten für neue Pflanzenschutzmittel, nicht jedoch für transgene Pflanzeneigenschaften.

Die folgende Tabelle zeigt die Ablaufzeiten der wesentlichen Patente des Bayer-Konzerns im Bereich Pharmaceuticals.

Patentablaufdaten Pharmaceuticals

 

 

Markt

 

 

Deutsch-land

 

Frank-reich

 

Italien

 

Schweiz

 

Spanien

 

UK

 

China

 

Japan

 

Brasilien

 

Kanada

 

USA

a

Derzeitiger Patentablauf; Patentlaufzeitverlängerung beantragt

b

Patentanmeldung anhängig

c

Patentlaufzeit aktualisiert

d

Verwendungsspezifische Laufzeitverlängerung(en)

e

Patentlaufzeitverlängerung erteilt

f

Separate Ansprüche auf hochreine Form des Wirkstoffs erteilt

Produkte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adempas™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirkstoff

 

2028

 

2028

 

2028

 

2028

 

2028

 

2028e

 

2023

 

2027−2028d

 

2023b

 

2023

 

2026e

Herstellungs­verfahren /
Intermediat

 

2030

 

2030

 

2030

 

2030

 

2030

 

2030

 

2030

 

2030

 

2030b

 

2030

 

2030

Eylea™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirkstoff

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025e

 

2020

 

2021−2023d

 

2020b

 

2020

 

Formulierung

 

2027

 

2027

 

2027

 

2027

 

2027

 

2027

 

2027b

 

2028−2029d

 

2027b

 

2027

 

Jivi™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirkstoff

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025a

 

2025b

 

2025a

 

2025a

Formulierung

 

 

 

 

 

 

 

 

2020

 

2020

 

 

Kogenate™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Formulierung

 

 

 

 

 

 

 

 

2020

 

2020

 

 

Kovaltry™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Formulierung

 

 

 

 

 

 

 

 

2023e

 

2020

 

 

Herstellungs­verfahren

 

2018

 

2018

 

2018

 

2018

 

2018

 

2018

 

2018

 

2023e

 

2023

 

2018

 

2021e

Herstellungs­verfahren (Zelllinie / Chaperone)

 

2029e

 

2024a

 

2029e

 

 

2024a

 

2024a

 

 

2028e

 

 

2024

 

2024

Mirena™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Applikator

 

2029

 

2029

 

2029

 

2029

 

2029

 

2029

 

2029

 

2029

 

2029b

 

2029

 

2031

Nexavar™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirkstoff

 

2021

 

2021

 

2021

 

2021

 

2021

 

2021

 

2020

 

2021−2025d

 

2025

 

2020

 

2020

Salzform

 

2022

 

2022

 

2022

 

2022

 

2022

 

2022

 

 

 

 

 

Polymorph

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025−2026d

 

2025b

 

2025

 

2027

Formulierung

 

2026

 

2026

 

2026

 

2026

 

2026

 

2026

 

2026

 

2026−2027d

 

2026b

 

2026

 

2028e

Stivarga™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirkstoff

 

2028

 

2028

 

2028

 

2028

 

2028

 

2024a

 

2024

 

2026d

 

2028c

 

2024

 

2031

Mono­hydratform

 

2027

 

2027

 

2027

 

2027

 

2027

 

2027

 

2027

 

2027d

 

2027b

 

2027

 

2032

Formulierung

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2025

 

2026d

 

2025b

 

2025

 

2031

Herstellungs­verfahren

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031f

 

2031b

 

2031

 

2031f

Beschichtete Tablette

 

2033

 

2033

 

2033

 

2033

 

2033

 

2033

 

2033b

 

2033b

 

2033b

 

2033b

 

2033b

Xarelto™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirkstoff

 

2023

 

2023

 

2023

 

2023

 

2023

 

2023

 

2020

 

2022−2025d

 

2022

 

2020

 

2024

Formulierung

 

2024

 

2024

 

2024

 

2024

 

2024

 

2024

 

2024

 

2025−2028d

 

2028c

 

2024

 

2024

Xofigo™

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verwendung

 

2024

 

2024

 

2024

 

2024

 

2024

 

2024

 

2019

 

2022e

 

 

2019

 

2022

Herstellungs­verfahren

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031

 

2031b

 

2031

 

2031

Crop Science beantragt regelmäßig Patentschutz für neue Pflanzenschutzwirkstoffe und den Schutz von Erfindungen in Bezug auf Herstellungsverfahren, innovative Mischungen, Formulierungen und Verwendungen. Darüber hinaus erhalten wir laufend Patent- und / oder Sortenschutz für unser Saatgut, Produkte und Verfahren im Bereich der Genomik, Züchtungstechniken sowie kommerzielles Sorten- und Hybridsaatgut. Im Crop-Science-Bereich ist der Zusammenhang zwischen Patenten und Produkten komplexer als bei Pharmaceuticals, da Produkte häufig mehrere Technologien vereinen, die in verschiedenen Regionen der Welt gesondert patentiert sind. Außerdem werden Patente oft erst spät im Produktlebenszyklus erteilt.

Für einige unserer Pflanzenschutzwirkstoffe wie Glyphosat, Trifloxystrobin, Prothioconazol1 oder Imidacloprid ist der Patentschutz zwar abgelaufen, wir verfügen aber weiterhin über eine Vielzahl von Patenten für Formulierungen, Mischungen und / oder Herstellungsverfahren für diese Wirkstoffe. Einige neuere Wirkstoffe wie etwa Fluopyram und Bixafen sind zudem noch bis mindestens 2023 in den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Brasilien, Kanada und anderen Ländern patentgeschützt, Fluopyram bspw. sogar in den USA bis 2024 und in Brasilien bis 2025.2 Unser Patentschutz für die erste Generation von Roundup Ready™-Soja ist zwar abgelaufen, die meisten Roundup Ready™-Sojabohnen sind in den USA aber durch Patente für bestimmte Sorten geschützt. Der Großteil unserer Kunden und Lizenznehmer entscheidet sich darüber hinaus für unsere Sojabohnensorte der zweiten Generation Roundup Ready 2 Yield™, die noch bis in das nächste Jahrzehnt Patentschutz genießt. In Brasilien und Argentinien wechseln die Landwirte verstärkt zu unserer innovativen Sojasorte Intacta RR2 PRO™, die ebenfalls noch bis ins nächste Jahrzehnt patentgeschützt ist. Patente für unsere innovative Herbizidtoleranzeigenschaft, die Anbaukulturen eine Toleranz gegenüber Dicamba verleiht, haben noch bis in das nächste Jahrzehnt Bestand. Im Bereich Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften ist der Patentschutz für unsere erste Generation von YieldGard-Mais abgelaufen; die meisten Landwirte haben aber bereits auf die nächste Generation geschützter Maissorten umgestellt, für die bis ins nächste Jahrzehnt Patentschutz besteht.

1 Als Letztes laufen für Prothioconazol die ergänzenden Schutzzertifikate in verschiedenen europäischen Ländern 2019 und in einigen GUS-Staaten 2020 ab. 
2 Patentschutz ohne Berücksichtigung von Patentlaufzeitverlängerungen oder ergänzenden Schutzzertifikaten

Vergleich zum Vorjahr