Strategie, Steuerung und Management

Steuerungs­systeme

Ein vorrangiges Ziel des Bayer-Konzerns ist profitables Wachstum. Hierdurch wollen wir den Wert des Unternehmens kontinuierlich steigern und den langfristigen Fortbestand des Geschäfts sicherstellen. Die wirtschaftliche Planung und Steuerung des Unternehmens erfolgen über die vom Vorstand im Laufe des strategischen Steuerungsprozesses verabschiedeten Rahmenvorgaben für die Segmente, die in der operativen Budgetplanung in konkrete Ziele übersetzt werden. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird durch die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung mit regelmäßig aktualisierten Einschätzungen wesentlicher Steuerungs- und Leistungskennzahlen vervollständigt. In diesem Rahmen werden die strategischen Ziele umgesetzt sowie bei Planabweichungen Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet. Darüber hinaus steuert der Vorstand mithilfe definierter Ziele und Leistungskennzahlen die nachhaltige Ausrichtung des Konzerns.

Zur Planung, Steuerung und Kontrolle unserer Geschäftsentwicklung werden die folgenden Steuerungsgrößen verwendet:

Operative Steuerungsgrößen

Umsatz-, Ergebnis- und Kapitalbindungsgrößen stellen die maßgeblichen operativen wirtschaftlichen Steuerungselemente innerhalb des Bayer-Konzerns dar und sind dementsprechend zugleich bedeutende Komponenten der kurzfristigen variablen Vergütung.

Unternehmenswachstum wird hauptsächlich mittels der währungs- und portfoliobereinigten (wpb.) Umsatzveränderung gemessen, um die operative Geschäftsentwicklung des Konzerns und der Segmente zu reflektieren. Eine wesentliche Ergebnisgröße zur Messung der Profitabilität des Bayer-Konzerns und der Segmente ist das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA. Hierbei dient die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen als relative Kennzahl zum internen und externen Vergleich der operativen Ertragskraft. Diese ergibt sich aus dem Verhältnis des EBITDA vor Sondereinflüssen zu den Umsatzerlösen. Als weitere maßgebliche Profitabilitätskennzahl des Konzerns wird das bereinigte Ergebnis je Aktie verwendet, welches das auf die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Aktien entfallende bereinigte Konzernergebnis darstellt.

Return on Capital Employed (ROCE) als strategischer wertorientierter Indikator

Die operativen Steuerungsgrößen werden durch den Return on Capital Employed (ROCE) ergänzt, welcher den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzt. Als strategischer Indikator misst der ROCE die periodische Kapitalrentabilität, welche sodann mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital) verglichen werden kann. Übersteigt der ROCE die Kapitalkosten, ist dies ein Indiz für einen Beitrag zur Unternehmenswertsteigerung, da die Erwartungen des Kapitalmarkts übertroffen wurden. Die Betrachtung des ROCE im Zeitverlauf unterstützt die Analyse der langfristigen Geschäftsentwicklung, während ein Vergleich des ROCE zwischen einzelnen Geschäftsfeldern der Portfolioanalyse dient.

Vergleich zum Vorjahr