Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Bayer-Konzern

Ertragslage Bayer-Konzern

Geschäftsentwicklung Bayer-Konzern

Kennzahlen Bayer Konzern

 

 

Q4 2017

Q4 2018

 

Veränderung1

 

2017

2018

 

Veränderung1

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

nominal in %

wpb. in %

 

in Mio. €

in Mio. €

 

nominal in %

wpb. in %

Vorjahreswerte angepasst
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

Umsatzerlöse

 

8.596

11.062

 

28,7

5,8

 

35.015

39.586

 

13,1

4,5

Umsatzveränderungen1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Menge

 

5,1 %

5,5 %

 

 

 

 

2,3 %

5,3 %

 

 

 

Preis

 

−2,4 %

0,3 %

 

 

 

 

−0,8 %

−0,8 %

 

 

 

Währung

 

−5,3 %

−0,2 %

 

 

 

 

−1,4 %

−4,1 %

 

 

 

Portfolio

 

0,0 %

23,1 %

 

 

 

 

0,1 %

12,7 %

 

 

 

Umsatzerlöse nach Regionen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Europa / Nahost / Afrika

 

3.115

3.288

 

5,6

2,4

 

13.388

14.143

 

5,6

3,9

Nordamerika

 

2.219

3.394

 

53,0

4,3

 

10.143

11.569

 

14,1

0,8

Asien / Pazifik

 

1.774

2.084

 

17,5

12,6

 

7.637

8.115

 

6,3

7,3

Lateinamerika

 

1.488

2.296

 

54,3

7,0

 

3.847

5.759

 

49,7

11,0

EBITDA1

 

1.460

46

 

−96,8

 

 

8.563

10.266

 

19,9

 

Sondereinflüsse1

 

−323

−2.019

 

 

 

 

−725

719

 

 

 

EBITDA vor Sondereinflüssen1

 

1.783

2.065

 

15,8

 

 

9.288

9.547

 

2,8

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1

 

20,7 %

18,7 %

 

 

 

 

26,5 %

24,1 %

 

 

 

EBIT1

 

625

−4.142

 

.

 

 

5.903

3.914

 

−33,7

 

Sondereinflüsse1

 

−632

−5.251

 

 

 

 

−1.227

−2.566

 

 

 

EBIT vor Sondereinflüssen1

 

1.257

1.109

 

−11,8

 

 

7.130

6.480

 

−9,1

 

Ergebnis je Aktie (gesamt) (in €)

 

0,17

−4,00

 

.

 

 

8,29

1,80

 

−78,3

 

Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“ (in €)1

 

1,39

1,10

 

−20,9

 

 

6,64

5,94

 

−10,5

 

Konzernumsatz wpb. um 4,5 % erhöht

Der Umsatz des Bayer-Konzerns erhöhte sich 2018 wpb. um 4,5 % auf 39.586 Mio. € (nominal +13,1 %), davon entfielen 3.819 Mio. € auf Deutschland.

Der Umsatz von Pharmaceuticals stieg wpb. um 3,4 % auf 16.746 Mio. €. Unsere Hauptwachstumsprodukte entwickelten sich insgesamt erneut stark. Consumer Health erzielte mit 5.450 Mio. €. (wpb. −0,7 %) einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz von Crop Science wuchs wpb. um 6,1 % auf 14.266 Mio. €, vor allem durch die Normalisierung der Lagerbestände im Pflanzenschutzmarkt in Brasilien und die Leistungsvereinbarungen mit BASF, insbesondere zur Lieferung und zum Vertrieb von Produkten, im Zusammenhang mit den veräußerten Geschäften. Nominal stieg der Umsatz um 49,0 %, im Wesentlichen durch Portfolioeffekte von 47,2 % (4.521 Mio. €). Animal Health erreichte mit 1.501 Mio. € (wpb. +0,5 %) einen Umsatz auf Vorjahresniveau. In der Überleitung konnten wir den Umsatz um 40,4 % auf 1.623 Mio. € ausweiten, vor allem durch unser Geschäft mit Covestro, das hier im Vorjahr erst seit der Entkonsolidierung zum Ende des 3. Quartals 2017 enthalten war.

Ergebnis

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns stieg um 2,8 % auf 9.547 Mio. € (Vorjahr: 9.288 Mio. €). Dabei belasteten negative Währungseffekte das Ergebnis mit 457 Mio. €, ohne die Berücksichtigung des akquirierten Geschäfts. Bei Pharmaceuticals erhöhte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen wb. um 2,5 % auf 5.598 Mio. € (Vorjahr: 5.711 Mio. €; nominal −2,0 %), vor allem durch deutlich gestiegene Absatzvolumen und einen Ertrag aus einer Entwicklungskooperation mit Janssen Research & Development, LLC, einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, in Höhe von etwa 190 Mio. €. Einen wb. Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen um 5,5 % auf 1.096 Mio. € (Vorjahr: 1.231 Mio. €, nominal −11,0 %) verzeichneten wir bei Consumer Health, insbesondere wegen geringerer Absatzmengen und niedrigerer Einmalerträge aus dem Verkauf kleinerer Marken. Bei Crop Science erzielten wir beim EBITDA vor Sondereinflüssen einen nominalen Zuwachs um 29,8 % auf 2.651 Mio. € (Vorjahr: 2.043 Mio. €). Der Anstieg ist hauptsächlich auf den Ergebnisbeitrag des neu akquirierten Geschäfts in Höhe von 705 Mio. € sowie auf die im Vorjahr deutlich erhöhten Rückstellungen für Produktrückgaben in Brasilien zurückzuführen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health erhöhte sich wb. um 0,8 % auf 358 Mio. € (Vorjahr: 381 Mio. €; nominal −6,0 %) und blieb damit auf Vorjahresniveau.

Das EBITDA betrug im Berichtsjahr 10.266 Mio. € (Vorjahr: 8.563 Mio. €). Die Abschreibungen und Wertminderungen beliefen sich auf 6.352 Mio. € (Vorjahr: 2.660 Mio. €), wovon 4.455 Mio. € (Vorjahr: 1.679 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte und 1.897 Mio. € (Vorjahr: 981 Mio. €) auf Sachanlagen entfielen. Die Wertminderungen betrugen 3.353 Mio. € (Vorjahr: 512 Mio. €). Von den Wertminderungen entfielen 2.673 Mio. € (Vorjahr: 455 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte, wobei insbesondere Consumer Health betroffen war, wo wir den Geschäfts- oder Firmenwert um 1,5 Mrd. € und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 1,1 Mrd. € im Wert mindern mussten. Auf Sachanlagen entfielen 680 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €). Bei Pharmaceuticals musste eine Wertminderung von 0,5 Mrd. € vorgenommen werden aufgrund der Entscheidung, eine neu errichtete Produktionsanlage nicht zu nutzen. Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von 3.282 Mio. € (Vorjahr: 474 Mio. €) sowie beschleunigte Abschreibungen in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €) wurden als Sondereinflüsse erfasst.

Das EBIT fiel 2018 um 33,7 % auf 3.914 Mio. € (Vorjahr: 5.903 Mio. €). Darin enthalten waren Sonderaufwendungen in Höhe von 2.566 Mio. € (Vorjahr: 1.227 Mio. €). Diese resultierten neben den zuvor genannten, im Wesentlichen als Sondereinflüsse berücksichtigten Wertminderungen hauptsächlich aus Sonderaufwendungen in Verbindung mit dem akquirierten Geschäft (1.980 Mio. €), davon 1.256 Mio. € anteilige Auflösung der Höherbewertung der Vorräte, aus Restrukturierung (1.289 Mio. €) sowie aus Rechtsfällen bzw. rechtlichen Risiken (613 Mio. €). Ein einmaliger Sonderertrag resultierte dagegen aus Desinvestitionen (4.124 Mio. €). Das EBIT vor Sondereinflüssen verminderte sich um 9,1 % auf 6.480 Mio. € (Vorjahr: 7.130 Mio. €).

Zur Ermittlung von EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen haben wir 2018 folgende Sondereffekte berücksichtigt:

Überleitung Sondereinflüsse nach Segmenten und Kategorien1

 

 

EBIT
Q4 2017

EBIT
Q4 2018

 

EBIT
2017

EBIT
2018

 

EBITDA
Q4 2017

EBITDA
Q4 2018

 

EBITDA
2017

EBITDA
2018

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

Sondereinflüsse nach Segmenten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pharmaceuticals

 

−187

−1.289

 

−340

−1.362

 

−128

−771

 

−135

−801

Consumer Health

 

−258

−2.781

 

−300

−2.776

 

−54

−68

 

−86

−61

Crop Science

 

−155

−984

 

−408

1.841

 

−111

−984

 

−327

1.849

Animal Health

 

−23

−1

 

−31

−7

 

−21

−1

 

−29

−7

Überleitung

 

−9

−196

 

−148

−262

 

−9

−195

 

−148

−261

Restrukturierung

 

−15

−139

 

−57

−171

 

−15

−138

 

−57

−170

Rechtsfälle / Rechtliche Risiken

 

37

−38

 

−60

−41

 

37

−38

 

−60

−41

Akquisitionskosten / Desinvestitionen

 

−31

−19

 

−31

−51

 

−31

−19

 

−31

−51

Sonstiges

 

 

1

 

 

1

Sondereinflüsse nach Kategorien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wertminderung / Wertaufholung

 

−304

−2.745

 

−450

−2.788

 

−2

−32

 

−3

−32

Rechtsfälle / Rechtliche Risiken

 

−88

−604

 

−188

−613

 

−88

−604

 

−188

−613

Akquisitionskosten

 

−134

−855

 

−304

−1.980

 

−134

−855

 

−304

−1.972

Restrukturierung

 

−103

−1.197

 

−227

−1.289

 

−97

−678

 

−197

−768

Desinvestitionen

 

−3

155

 

−58

4.124

 

−2

155

 

−33

4.124

Sonstiges

 

−5

 

−20

 

−5

 

−20

Summe Sondereinflüsse

 

−632

−5.251

 

−1.227

−2.566

 

−323

−2.019

 

−725

719

Bereinigtes Konzernergebnis von 5,94 €

Das Ergebnis je Aktie (gesamt) betrug im Berichtsjahr 1,80 € (Vorjahr: 8,29 €). Der Rückgang basiert vor allem auf den zuvor genannten Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit Wertminderungen, Akquisitions- und Integrationskosten sowie Restrukturierungen und Rechtsfällen. Dem Einmalertrag aus Desinvestitionen im Jahr 2018 stand insbesondere ein positives Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft im Vorjahr im Zusammenhang mit Covestro gegenüber. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft lag mit 5,94 € (Vorjahr: 6,64 €; −10,5 %) erwartungsgemäß unter dem Vorjahr. Den Finanzierungskosten für den Erwerb von Monsanto stand ein saisonal bedingt geringerer Ergebnisbeitrag des erworbenen Geschäfts gegenüber. Zudem ergaben sich Verwässerungseffekte aus den genannten Eigenkapitalmaßnahmen im 2. Quartal 2018.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1

 

 

Q4 2017

Q4 2018

 

2017

2018

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

Vorjahreswerte angepasst

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

2

Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert und verwässert) wurde für alle Perioden vor Juni 2018 um den Effekt der Bonuskomponente von Bezugsrechten nach IAS 33 angepasst, die im Rahmen der Kapitalerhöhung im Juni 2018 ausgegeben wurden, da der Bezugspreis der neuen Aktien unterhalb des Marktpreises der bestehenden Aktien lag.

EBIT (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

625

−4.142

 

5.903

3.914

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen immateriellen Vermögenswerten

 

602

3.193

 

1.679

4.455

Wertminderungen / Wertaufholungen von Sachanlagen und in den Sondereinflüssen enthaltene beschleunigte Abschreibungen

 

16

664

 

84

683

Sondereinflüsse (ohne Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen)

 

323

2.019

 

725

−719

„Core EBIT“

 

1.566

1.734

 

8.391

8.333

Finanzergebnis (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−258

−726

 

−1.326

−1.596

Sondereinflüsse Finanzergebnis

 

250

287

 

611

323

Ertragsteuern (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−435

946

 

−1.329

−607

Sondereinflüsse Ertragsteuern

 

455

91

 

455

175

Steuereffekte bezogen auf Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen und Sondereinflüsse

 

−342

−1.255

 

−922

−1.022

Ergebnis nach Ertragsteuern auf nicht beherrschende Anteile entfallend (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−2

−2

 

1

−16

Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil der oben dargestellten Anpassungen

 

−1

 

−1

Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft

 

1.234

1.074

 

5.881

5.589

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. Stück

in Mio. Stück

 

in Mio. Stück

in Mio. Stück

Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien2

 

885,55

980,15

 

885,19

940,75

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in €

in €

 

in €

in €

Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft „Core EPS“

 

1,39

1,10

 

6,64

5,94

Übrige Ergebnisgrößen Bayer-Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)

 

 

Q4 2017

Q4 2018

Verän­derung

 

2017

2018

Verän­derung

 

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

Umsatzerlöse

 

8.596

11.062

28,7

 

35.015

39.586

13,1

Herstellungskosten

 

−3.047

−6.102

−100,3

 

−11.382

−17.010

−49,4

Vertriebskosten

 

−3.074

−4.317

−40,4

 

−11.116

−12.751

−14,7

Forschungs- und Entwicklungskosten

 

−1.234

−1.738

−40,8

 

−4.504

−5.246

−16,5

Allgemeine Verwaltungskosten

 

−588

−864

−46,9

 

−2.026

−2.728

−34,6

Sonstige betriebliche Aufwendungen (−) und Erträge (+)

 

−28

−2.183

.

 

−84

2.063

.

EBIT1

 

625

−4.142

.

 

5.903

3.914

−33,7

Finanzergebnis

 

−258

−726

−181,4

 

−1.326

−1.596

−20,4

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

367

−4.868

.

 

4.577

2.318

−49,4

Ertragsteuern

 

−435

946

.

 

−1.329

−607

54,3

Ergebnis nach Ertragsteuern aus fortzuführendem Geschäft

 

−68

−3.922

.

 

3.248

1.711

−47,3

Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft

 

218

−100,0

 

4.846

−100,0

Ergebnis nach Ertragsteuern (gesamt)

 

150

−3.922

.

 

8.094

1.711

−78,9

davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend

 

2

2

0,0

 

758

16

−97,9

davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis)

 

148

−3.924

.

 

7.336

1.695

−76,9

Funktionskosten

Die Herstellungskosten sind im Geschäftsjahr 2018 um 49,4 % auf 17.010 Mio. € gestiegen, u. a. durch die genannte anteilige Auflösung der Höherbewertung der Vorräte sowie zusätzliche Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte, jeweils im Zusammenhang mit dem neu akquirierten Geschäft. Der Anteil der Herstellungskosten am Gesamtumsatz hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr auf 43,0 % (Vorjahr: 32,5 %) erhöht. Die Vertriebskosten beliefen sich auf 12.751 Mio. € (14,7 %). Dies entspricht einem Vertriebskostenanteil von 32,2 % (Vorjahr: 31,7 %). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen um 16,5 % auf 5.246 Mio. €. Bezogen auf den Umsatz ergab sich eine F&E-Quote von 13,3 % (Vorjahr: 12,9 %). Bei den allgemeinen Verwaltungskosten verzeichneten wir einen Anstieg von 34,6 % auf 2.728 Mio. €. Damit stieg der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten am Gesamtumsatz auf 6,9 % (Vorjahr: 5,8 %). Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen betrug 2.063 Mio. € (Vorjahr: −84 Mio. €). Hierin enthalten waren insbesondere der genannte Ertrag aus Desinvestitionen sowie die Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts von Consumer Health.

Die im EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen berücksichtigten Sondereffekte verteilten sich wie folgt auf die Funktionskosten:

Überleitung Sondereinflüsse nach Funktionskosten1

 

 

EBIT Q4 2017

EBIT Q4 2018

 

EBIT
2017

EBIT
2018

 

EBITDA Q4 2017

EBITDA Q4 2018

 

EBITDA 2017

EBITDA 2018

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

Sondereinflüsse nach Funktionskosten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herstellungskosten

 

−48

−1.610

 

−163

−2.312

 

−44

−959

 

−105

−1.651

Vertriebskosten

 

−249

−1.090

 

−305

−1.160

 

−47

−56

 

−71

−126

Forschungs- und Entwicklungskosten

 

−116

−331

 

−232

−406

 

−13

−330

 

−22

−362

Allgemeine Verwaltungskosten

 

−131

−223

 

−339

−633

 

−131

−223

 

−339

−633

Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

 

−88

−1.997

 

−188

1.945

 

−88

−451

 

−188

3.491

Summe Sondereinflüsse

 

−632

−5.251

 

−1.227

−2.566

 

−323

−2.019

 

−725

719

Finanzergebnis und Ergebnis vor Steuern

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von −1.596 Mio. € (Vorjahr: −1.326 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 2.318 Mio. € (Vorjahr: 4.577 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete ein Beteiligungsergebnis von −87 Mio. € (Vorjahr: 30 Mio. €), ein Zinsergebnis von −1.065 Mio. € (Vorjahr: −413 Mio. €), ein Kursergebnis von −271 Mio. € (Vorjahr: −326 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 202 Mio. € (Vorjahr: 189 Mio. €) sowie übrige finanzielle Aufwendungen / Erträge von 29 Mio. € (Vorjahr: −428 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind Sondereinflüsse per saldo von −323 Mio. € (Vorjahr: −611 Mio. €) ausgewiesen. Hierin enthalten waren −228 Mio. € (Vorjahr: −210 Mio. €) aus der Finanzierung der Akquisition von Monsanto, 230 Mio. € (Vorjahr: −172 Mio. €) aus der im Juni 2017 begebenen Umtauschanleihe, 341 Mio. € aus dem Verkauf von Covestro-Aktien sowie −459 Mio. € aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der restlichen Covestro-Beteiligung.

Ertragsteueraufwand

Der Ertragsteueraufwand belief sich auf 607 Mio. € (Vorjahr: 1.329 Mio. €). Darin enthalten sind negative Sondereinflüsse in Höhe von 175 Mio. € (Vorjahr: 455 Mio. €) im Zusammenhang mit der Integration von Monsanto in die gesellschaftsrechtlichen Strukturen von Bayer (Vorjahr: US-Steuerreform).

Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft

Im Geschäftsjahr verzeichneten wir kein Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft (Vorjahr: 4.846 Mio. €). Von dem Vorjahresbetrag entfiel mit 4.468 Mio. € der Großteil auf Covestro, insbesondere auf den Ertrag aus der Entkonsolidierung, aus der Neubewertung der verbleibenden Anteile sowie dem operativen Ergebnis der ersten neun Monate im Jahr 2017.

Konzernergebnis

Nach Abzug des Ertragsteueraufwands sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das Jahr 2018 ein Konzernergebnis von 1.695 Mio. € (Vorjahr: 7.336 Mio. €).

Vergleich zum Vorjahr