Vermögenslage und Kapitalstruktur Bayer-Konzern

Bilanz Bayer-Konzern (Kurzfassung)

 

 

31.12.2017

 

31.12.2018

 

Veränderung

 

 

in Mio. €

 

in Mio. €

 

in %

Langfristige Vermögenswerte

 

45.014

 

95.352

 

111,8

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

 

2.081

 

234

 

−88,8

Übrige kurzfristige Vermögenswerte

 

27.992

 

30.699

 

9,7

Kurzfristige Vermögenswerte

 

30.073

 

30.933

 

2,9

Gesamtvermögen

 

75.087

 

126.285

 

68,2

 

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

 

36.861

 

46.148

 

25,2

Langfristiges Fremdkapital

 

24.633

 

57.314

 

132,7

Kurzfristiges Fremdkapital

 

13.482

 

22.811

 

69,2

Rückstellungen in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

 

111

 

12

 

−89,2

Summe kurzfristiges Fremdkapital

 

13.593

 

22.823

 

67,9

Fremdkapital

 

38.226

 

80.137

 

109,6

Gesamtkapital

 

75.087

 

126.285

 

68,2

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2018 erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 51,2 Mrd. € auf 126,3 Mrd. €, im Wesentlichen durch die Übernahme von Monsanto.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 50,3 Mrd. € auf 95,4 Mrd. €. Im Zuge der Übernahme wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 26,9 Mrd. €, die sich im Wesentlichen auf Patente und Technologien (17,2 Mrd. €), Forschungsprojekte (4,6 Mrd. €) sowie Marken (3,9 Mrd. €) verteilen, und Sachanlagevermögen von 5,7 Mrd. € übernommen. Darüber hinaus wurde ein Goodwill von 24,5 Mrd. € angesetzt. Die Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen reduzierten sich vor allem durch den Verkauf von Covestro-Anteilen um 3,5 Mrd. €.

Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte stieg um 0,9 Mrd. € auf 30,9 Mrd. €. Von Monsanto wurden u. a. Forderungen und Vorräte in Höhe von 7,3 Mrd. € bzw. 4,8 Mrd. € übernommen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen insbesondere durch die Verwendung zur Finanzierung der Akquisition um 2,4 Mrd. € auf 1,2 Mrd. € zurück. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte, die 2017 im Zusammenhang mit der Übernahme von Monsanto standen, sanken um 1,8 Mrd. €. Im Geschäftsjahr beinhalteten diese das verschreibungspflichtige Dermatologie-Geschäft von Consumer Health.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Mrd. € auf 46,1 Mrd. €. Im April 2018 zeichnete die Republik Singapur, über eine Tochtergesellschaft, 31 Mio. neue Bayer-Aktien zu einem Bruttoemissionspreis von insgesamt 3 Mrd. €. Im Juni 2018 erzielten wir im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen mit Bezugsrechten für die Bayer-Bestandsaktionäre einen Nettoemissionserlös von 6,0 Mrd. €. Auf das Eigenkapital erhöhend wirkte zudem das Ergebnis nach Ertragsteuern mit 1,7 Mrd. €. Die Dividendenausschüttung in Höhe von 2,4 Mrd. € führte demgegenüber zu einer Reduzierung des Eigenkapitals. Die Eigenkapitalquote verringerte sich zum 31. Dezember 2018 auf 36,5 % (31. Dezember 2017: 49,1 %).

Das Fremdkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2018 um 41,9 Mrd. € auf 80,1 Mrd. €. Im Zuge der Übernahme wurden u. a. Finanzverbindlichkeiten (8,7 Mrd. €), Rückerstattungsverpflichtungen (3,3 Mrd. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten (2,9 Mrd. €) übernommen. Durch die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert sind akquisitionsbedingt darüber hinaus passive latente Steuern von 7,9 Mrd. € angesetzt worden. Das langfristige Fremdkapital stieg insgesamt um 32,7 Mrd. € auf 57,3 Mrd. €. Das kurzfristige Fremdkapital stieg um 9,2 Mrd. € auf 22,8 Mrd. €.

Vergleich zum Vorjahr