Crop Science Ein Schritt voraus

Jasper Roubos baut Kartoffeln auf seinem Hof in den Niederlanden an. Nachhaltig wirtschaften lautet das Grundprinzip des Farmers, der seinen Betrieb bereits in der sechsten Generation führt.

Umringt von braun-schwarzen Windmühlen und bunten Tulpen steht die niederländische Farm Het Groene Hart (Das Grüne Herz). Etwa 20 Kilometer südwestlich vom Flughafen Amsterdam Schiphol entfernt gelegen, macht Het Groene Hart seinem Namen alle Ehre: Die dazugehörigen Felder leuchten an diesem feuchten Maitag in den unterschiedlichsten Grüntönen. Sogar die mit Solarmodulen ausgestattete Außenfassade der Farmgebäude ist grün gestrichen.

Jasper Roubos, der Besitzer der Farm, tritt aus dem Gebäude, das als Kartoffellager genutzt wird und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Gerade hat er dabei geholfen, einen LKW mit 35 Tonnen Kartoffeln zu beladen, die er an einen Pommes-frites-Produzenten verkauft. „Neben Zwiebeln, Zuckerrüben und Winterweizen sind Kartoffeln unser Kerngeschäft“, sagt Roubos. Wenn seine Kartoffeln den Anforderungen der Pommes-frites-Produzenten entsprechen, erzielt er einen guten Preis: „Zur Herstellung von Pommes frites eignen sich Kartoffeln gut, die groß und rund sind. Außerdem müssen sie eine goldene Farbe aufweisen. Das Innere der Kartoffel ist genauso entscheidend. Nachdem die Pommes frites gebacken sind, sollten sie knusprig aussehen. Das Wasser-Masse-Verhältnis muss stimmen, und die Kartoffel darf nicht beschädigt sein.“

Jasper Roubos am Feld (Foto)
Jasper Roubos im Gespräch (Foto)

Jasper Roubos nimmt mit seinem Hof am Bayer-ForwardFarming-Programm teil, um während des gesamten Anbauprozesses höchste Qualität zu gewährleisten.

Jasper Roubos im Austausch mit Bayer-Experten (Foto)

Jasper Roubos im Austausch mit Bayer-Experten, um Het Groene Hart noch nachhaltiger zu betreiben

Het Groene Harts Umgebung bietet optimale Bedingungen für eine gesunde Entwicklung der Pflanzen. Die Farm liegt fünf Meter unter dem Meeresspiegel. Hier gedeihen Jaspers Anbaukulturen auf 50 Hektar fruchtbarer Poldererde. „Glücklicherweise regnet es viel in den Niederlanden, sodass wir kaum auf künstliche Bewässerung angewiesen sind“, erklärt er. Dennoch verlässt sich Roubos nicht nur auf die guten regionalen Bedingungen. Um während des gesamten Anbauprozesses höchste Qualität gewährleisten zu können, nimmt er am Bayer-ForwardFarming-Programm teil.

Diese ForwardFarmen betreiben nachhaltige Landwirtschaft. Het Groene Hart ist eine von ihnen – und zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur im Einklang stehen können. „Ich will den Hof betreiben, ohne der Umwelt zu schaden.“ Um dieses Ziel zu erreichen, tauscht sich Roubos regelmäßig mit Bayer-Experten aus. „Ich führe konstruktive Gespräche mit den Spezialisten, die meinen Hof besuchen, und kann neue Ideen umsetzen, um Het Groene Hart noch nachhaltiger zu betreiben.“ Roubos’ Augen wandern zum angrenzenden Bienenhaus. Als er darauf zugeht, erfüllt das Summen der Bienen die Luft. Um die Geräuschkulisse zu übertönen, hebt Roubos seine Stimme: „Bienengesundheit ist ein wichtiger Teil der ForwardFarming-Initiative. Unser Hof bietet 270.000 Bienen eine geschützte Umgebung, in der sie nisten können.“ Im Frühling legt jede der Bienenköniginnen 2.000 Eier am Tag. Blumen in leuchtenden Farben, wie gelber und oranger Mohn, umgeben das Bienenhaus. „Bienen sind ein wichtiger Teil unserer Landwirtschaft. Sie bestäuben einen Großteil aller Pflanzen weltweit. Deshalb arbeiten wir hier auch mit Bienen – und das ziemlich erfolgreich. Unsere Blühstreifen bieten den Bienen eine zusätzliche Nahrungsquelle, insbesondere im späteren Jahresverlauf.“

Meine Arbeit soll die Umwelt nicht negativ beeinflussen.

Jasper Roubos, Farmer Het Grone Hart, Niederlande
Hände, die Erde halten (Foto)
Jasper Roubos bei der Prüfung des Bewässerungssystems (Foto)

Jasper Roubos bei der Prüfung des Bewässerungssystems

Jasper Roubos bei der Inspektion der Pflanzen (Foto)

Zwiebeln, Zuckerrüben, Winterweizen und Kartoffeln zählen zum Kerngeschäft von Jasper Roubos.

Aussortierung von Zwiebel (Foto)

Bevor Roubos’ Arbeitstag endet, reinigt er seinen Traktor und seine Maschinen. Auch hier denkt er stets an das Wohl der Umwelt. Immer wenn Roubos seine Spritzgeräte befüllt oder reinigt, benutzt er Phytobac, ein hoch effektives System, das Rückstände des Waschwassers biologisch abbaut und verhindert, dass sie in Abwasserkanäle gelangen.

Als Roubos seinen sauberen Traktor parkt, senkt sich die Sonne über Het Groene Hart. Es ist Zeit für das Abendessen mit seiner Frau Eveline und den beiden kleinen Kindern Sam und Jenna. Immer wenn er an seine Familie denkt, spürt er ein großes Verantwortungsgefühl: „Ich betreibe diesen Hof in der sechsten Generation und möchte, dass er noch mindestens weitere sechs Generationen existiert. Deshalb ist es meine Aufgabe, nachhaltig zu wirtschaften und damit die Boden- und Wasserqualität auch für die nächsten Generationen zu erhalten.“